Neuweiler

Pferde bringen den Spritzenwagen

von Steffi Stocker

Der Ton einer kleinen Schalmei war am samstagnachmittag das Signal: Die Feuerwehr war auf dem Weg zum Einsatzort. In Anlehnung an frühere Zeiten transportierte ein Pferdegespann die Spritze, während die Einsatzkräfte zu Fuß kamen.

Neuweiler-Agenbach. In der Vergangenheit ging es im Laufschritt zum Einsatzort, wohingegen die Feuerwehrabteilung Agenbach am Wochenende eine gemächliche Parade vor sich hatte. Anlässlich ihres 140-jährigen Bestehens bot sie den Zuschauern eine nostalgische Übung, bei der nicht zuletzt alte Uniformen und blank glänzende Helme zu sehen waren. In beachtlicher Anzahl befinden sie sich noch im Besitz der Feuerwehr Agenbach.

Den Zuschauern wurde schnell klar, dass als Feuerwehrmann früher jede Menge Kraftanstrengung nötig war. Am alten Schulhaus qualmte es aufgrund eines angenommenen Zimmerbrandes aus dem Fenster. Zunächst aber wurden die Pferde ausgespannt und die sperrige Leitung für die Wasserversorgung zusammengesetzt. Und dann galt es für die Helfer, ordentlich zu pumpen, damit das Wasser durch den Schlauch endlich am Strahlrohr ankam. Weil das über die Dauer des kompletten Löschangriffs erfolgen musste, wechselten sich insgesamt vier Mannschaften zu je vier Kräften an den Bügeln der historischen Spritze ab. An ihnen lag es nämlich, dass das Wasser ununterbrochen floss.

Publikum spart nicht mit Applaus

Schnell erhielten die Zuschauer einen Eindruck, wie beschwerlich und zeitraubend so ein Brandeinsatz einst war. Deshalb wurden die einzelnen erfolgreichen Zwischenschritte, vor allem der erste Wasserstrahl in Richtung vermeintlichem Feuer mit Applaus bedacht.

Die Spritze musste nach Einsatzende vom Pferdegespann zurück in das Magazin gebracht werden. Dadurch hatten die Feuerwehrleute erneut die Gelegenheit, sich bei einer Parade zu zeigen.