Neubulach

Ein Einsatz wirkt besonders nach

von Steffi Stocker

Zwar wurde die Neubulacher Gesamtfeuerwehr 2017 mit 33 Einsätzen seltener alarmiert als im Vorjahr. Von einem ruhigen Jahr wollte Kommandant Cetin Karanci aber nicht sprechen – zumal die Brandnacht in der Innenstadt Mitte September Spuren hinterließ.

Neubulach. Der Wohnungsbrand mit zwei Toten war einer von fünf Bränden. "Letztes Jahr hatten wir das ganze Spektrum", verwies Karanci bei der Hauptversammlung auf 18 Einsätze, bei denen Technische Hilfe geleistet wurde. Hinzu kamen weitere zehn Alarmierungen. "Ich danke allen beteiligten Kameraden für ihre gute und umsichtige Arbeit", würdigte der Kommandant die Tatsache, dass sich kein Feuerwehrangehöriger verletzte.

13 Neuaufnahmen

Gegenüber dem Vorjahr wuchs außerdem die Mannschaftsstärke um sechs Personen auf 142 aktive Einsatzkräfte, darunter sieben Frauen. Noch während der Versammlung nahm Karanci 13 weitere neue Kameraden, verteilt auf alle fünf Abteilungen, in die Feuerwehr auf. Fünf von ihnen wechselten aus der Jugendfeuerwehr (JFW) in die Einsatzabteilung, wie Jugendleiter David Meissner berichtete. Da sich parallel dazu fünf Jugendliche der Nachwuchsorganisation anschlossen, zählt diese aktuell 22 Mitglieder, die von neun Betreuern angeleitet werden.

Aus- und Fortbildung ist in beiden Bereichen von Bedeutung, wie die Rechenschaftsberichte verdeutlichten. Bei zwölf Lehrgängen und Weiterbildungen verzeichnete die Feuerwehr Neubulach 95 Teilnahmen aus ihren Reihen. Zudem stellten sich 61 Kameraden der jährlichen Belastungsübung unter Atemschutz. "Wir sind auf einem sehr guten Ausbildungsstand", konstatierte der Kommandant und würdigte dabei auch jene Kameraden, die sich in der Ausbildung engagieren.

Unterstützung für Fitness

Außerdem zollte er den Feuerwehrleuten Anerkennung, die im vergangenen Jahr das goldene Leistungsabzeichen absolviert hatten, und er warb um Nachahmer. Mit Blick auf Ausrüstung für die Brandschutzkräfte dankte Karanci dem Neubulacher Gemeinderat für die Bereitstellung der finanziellen Mittel. Der Bedarf wird in einem Plan erfasst, dessen Fortschreibung derzeit erarbeitet wird. "Aus den Abteilungen kamen konstruktive Vorschläge, an denen wir weiterarbeiten und uns Lösungen überlegen müssen", stellte Bürgermeisterin Petra Schupp fest, zumal beispielsweise in Altbulach und Oberhaugstett die Garagen mit ihrem Platz für Fahrzeuge an ihre Kapazitätsgrenzen gekommen sind. Defizite gäbe es zudem im Bereich der Duschen und des Rauchabzugs.

"Können wir alle Standorte halten, oder wenn wir Abteilungen zusammenlegen, welche sollen es sein, sind Umbau, Erweiterung oder ein neuer Standort notwendig?", fragte Schupp. Dabei sei sich noch nicht mit dem Thema der Finanzierung auseinandergesetzt worden, so die Bürgermeisterin. Ungeachtet dessen zollte sie den Feuerwehrleuten Anerkennung für ihre Leistung und berichtete von finanzieller monatlicher Unterstützung für Besuche im Sportstudio: als Anreiz für die Einsatzkräfte, sich fit zu halten.

Mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen wurde Löschmeister Gabriel Rentschler für seinen 25-jährigen Dienst ausgezeichnet.