Nagold

Werbung für ehrenamtlichen Dienst

von Uwe Priestersbach

Mit einem Tag der offenen Tür präsentierte sich die Nagolder Feuerwehr der Öffentlichkeit. Dabei konnten sich die zahlreichen Besucher rund um die Feuerwache über die Arbeit der Wehr informieren, aber es gab auch wertvolle Tipps in Sachen vorbeugendem Brandschutz.

Nagold. Wie Abteilungskommandant Philipp Katz in Erinnerung rief, ist die Abteilung Stadt jetzt bereits seit 26 Jahren in ihrem Domizil im Kreuzerbachtal untergebracht und leistet von dort aus ihren Dienst für die Sicherheit der Bürger. "Wir wollen mit dem Tag der offenen Tür auch deutlich machen, dass wir ehrenamtlich Sicherheit produzieren – und das an 365 Tagen im Jahr", so Philipp Katz.

Bereits vor mehr als 160 Jahren wurde die Nagolder Feuerwehr gegründet, die derzeit 72 aktive Feuerwehrangehörige zählt, darunter zwölf Frauen. "Das ist ein guter Mannschaftsstand und dank der 40-köpfigen Jugendfeuerwehr haben wir keine Nachwuchssorgen", so der Abteilungschef.

Doch auch das richtige Verhalten bei Fettbränden wurde eindrucksvoll vorgestellt. So dürfen Fettbrände auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden, wie die Feuerwehr anhand einer Fettexplosion deutlich machte. Mit von der Partie war die Jugendfeuerwehr, die einen Löschangriff simulierte und den angenommenen Brand aus drei Strahlrohren bekämpfte. Der Tag der offenen Tür war jedoch ebenso eine gute Werbung für ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr. Zudem sorgte die Jugendfeuerwehr wieder mit Kistenstapeln und ihrer Spielstraße für den Spaß der jüngeren Besucher.

Verkehrsunfälle gehören fast zum täglichen Brot der Feuerwehr. Im Rahmen einer Technischen Hilfeleistung zeigte die Feuerwehr gestern, wie eine eingeklemmte Person nach einem Unfall mit hydraulischem Gerät aus dem Fahrzeug gerettet wird.

Oberbürgermeister Jürgen Großmann freute sich am Rande des Geschehens, dass sich der Tag der offenen Tür bei der Nagolder Feuerwehr zum echten Publikumsmagneten entwickelt hat. "Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit zur Kenntnis nimmt, dass die Feuerwehr ein großes Unternehmen mit ausgezeichneter technischer Infrastruktur ist", machte der OB deutlich. Deshalb sei dieser Tag eine gute Gelegenheit für die Bevölkerung, mal einen Blick hinter die Kulissen in der Feuerwache zu werfen. Dabei werde auch deutlich, dass "die Sicherheit der Stadt auf vielen ehrenamtlichen Schultern ruht", so der Rathauschef.