Nagold

Jetzt wird hinter die Kulissen geschaut

von Schwarzwälder Bote

Nagold. Der Arbeitskreis Kultur im Bürgerforum hat sich dem spannenden Thema "Training für Polizisten" gewidmet und freut sich, dass er nun tatsächlich ein Fenster zum "hinter die Kulissen schauen" dieses Trainings öffnen kann. Die VHS unterstützt den Arbeitskreis mit der Abwicklung der Anmeldung.

In der ehemaligen Möbelfabrik Mutz in Iselshausen wurde ein Einsatztrainingszentrum der Polizei eingerichtet. Es dient zur Fortbildung der Polizeibeamten des Polizeipräsidiums Karlsruhe. Darüber hinaus wird es von der Hochschule für Polizei genutzt, um junge Polizeianwärter auszubilden. Die Polizisten und Polizeianwärter haben auf mehr als 1300 Quadratmetern optimale Trainingsbedingungen. Sie können mit der neuen interaktiven Schießanlage nahezu alle erforderlichen Szenarien trainieren. Es können gefährliche Situationen wirklichkeitsnah simuliert werden. Dies gilt beispielsweise für das Abwehr- und Zugriffstraining und das Schießtraining. Das Handhaben von Konflikten wird ebenso geübt wie Erste-Hilfe-Maßnahmen. Farbmarkierungstraining, Fahrzeugkontrollen, Verhaftungen, Stress- und Angstbewältigung sind weitere Bestandteile von Ausbildung und Training.

Christian Finger, Leiter eines Fachbereiches bei der Hochschule für Polizei Baden-Württemberg, hat zugesagt, dass er selbst über die Arbeit im Trainingszentrum berichten und durch die Räume führen wird.

Am Mittwoch, 8. Mai, beginnt die Veranstaltung um 19 Uhr in der Unteren Mühlstraße 11 in Iselshausen. Aber besondere Ereignisse erfordern besondere Maßnahmen. Es geht hier schließlich um das "Innenleben der Polizei" und damit sind einige Sicherheitsmaßnahmen erforderlich.

Daten werden geprüft

Zunächst ist die Teilnehmerzahl auf 25 Personen beschränkt. Diese Personen müssen sich bis zum 23. April verbindlich über die VHS unter E-Mail info@vhs-nagold.de oder unter Telefon 07452/9 31 50 anmelden. Dazu muss eine Kopie des Personalausweises vorliegen. Das kann entweder der eingescannte Ausweis per E-Mail sein oder eine Papier-Kopie, die mit der Anmeldung bei der VHS abgegeben oder gefertigt wird. Die Daten werden durch die Polizei geprüft, aber nicht gespeichert.

Natürlich muss der echte Personalausweis auch bei der Veranstaltung vorgelegt werden können. Größere Gepäckstücke dürfen nicht mitgeführt werden und das Fotografieren ist nur beschränkt möglich. Das Gebäude ist etwas verwinkelt und mit Treppen versehen. Festes Schuhwerk bietet sich an.

Und zum Abschluss noch gute Nachrichten: Wenn die Warteliste lang wird, gibt es die Aussicht auf einen weiteren Termin.

Und nicht zuletzt: Vor der Polizeiarbeit war das Zentrum Bestandteil der Möbelfabrik Mutz. Zu Beginn wird auch kurz über die frühere Nutzung berichtet.