Meßstetten

Wissender Ureinwohner und Wogenglätter

von Schwarzwälder Bote

Meßstetten (key). Dass ihm die Kommunalpolitik viel Spaß gemacht hat – "besonders in den vergangenen zwei Jahren" –, vergaß Andreas Weissmann nicht zu betonen, als er in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats seinen Hut nahm. Er habe sich beruflich noch einmal neu orientiert und daher nicht mehr die Zeit, sich dem Amt des Stadtrats und stellvertretenden Fraktionschefs der Freien Wählervereinigung, deren Stadtverband Weissmann ebenfalls führt, so zu widmen, wie es nötig wäre.

Bürgermeister Frank Schroft und Weissmanns Fraktion bedauerten das unisono, sei Weissmann doch ein sachkundiger, besonnener, humorvoller und stets um Ausgleich bemühter Stadtrat gewesen, wie Schroft sagte. Als "Ureinwohner von Meßstetten" kenne er zudem viele Verwandtschaftsverhältnisse und Verbindungen, was bei manchen Sachfragen sehr hilfreich gewesen sei, erklärte Fraktionschef Tarzisius Eichenlaub, der Weissmann – wie Schroft – mit einem Geschenk verabschiedete.

Andreas Weissmann war 2008 für Uli Sauter ins Gremium nachgerückt, 2009 und 2014 mit stattlicher Stimmenzahl bestätigt worden und von 2009 bis 2014 auch dritter Stellvertreter des Bürgermeisters gewesen. Er gehörte dem Verwaltungs- und Finanzausschuss an, saß am Runden Tisch mit dem Handels- und Gewerbeverein und in der Arbeitsgruppe Verkehrsleitsystemund war stellvertretendes Mitglied des Technischen Ausschusses, des Gemeinsamen Ausschusses der Verwaltungsgemeinschaft und der Verbandsversammlung des Zweckverbands Wasserversorgung Hohenberggruppe.

Seinem Ausscheiden stimmten die Stadträte formal ebenso zu wie dem Nachrücken von Bodo Heinicke. Er wird – so beschlossen die Stadträte einmütig – ordentliches Mitglied im Verwaltungs- und Finanzausschuss sowie stellvertretendes Mitglied im Technischen Ausschuss und im Gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft. Zum neuen stellvertretenden Fraktionschef haben die Freien Wähler Marc Peter gewählt.

Den neuen Stadtrat Bodo Heinicke begrüßte das Gremium in seiner Mitte, nachdem Bürgermeister Schroft ihn offiziell verpflichtet hatte.