Lauterbach

Jede Glocke hat den Elektromotor

von Georg Borho

Lauterbach. Zum ersten Mal hat sich die Kolpingsfamilie am Kinderferienprogramm Lauterspaß beteiligt.

Die Besteigung des Kirchturms fand in sechs Gruppen statt. Von der Turmkapelle ging es nach oben. Die Kinder erfuhren dabei viel Wissenswertes.

Hubert Nagel wurde nicht müde, den wissensdurstigen Kindern die Läute-Anlage zu erklären. Drei Glocken wurden 1942 von der Wehrmacht eingezogen, nur die größte und schwerste wurde nicht abgehängt. Sie stammt aus dem Jahr 1920. Bereits 1946 erfolgte die Herstellung von vier neuen Glocken.

Jede Glocke hat eine Inschrift. Auf der größten Glocke steht: "Gloria in excelsis deo et in terra pax hominibus" (Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden). Sie wird auch als Friedensglocke bezeichnet.

Die Marienglocke besagt: "Alle Tage sing und sage, Lob der Himmelskönigin". Die Josefs- und Albertus-Magnus-Glocke tragen die Inschrift: "Deum trinum laudo, plebem voco, defunctos plango, festa decoro". Auf der Michaelsglocke heißt es: "Zum Dank und Gedenken an den 20. April 1945. Führ uns zum Licht".

Die Totenglocke verkündet: "Zum ersten Gang ruf ich dich, zum letzten Gang begleit ich dich." Alle Glocken sind aus Bronze gegossen.

Die Glockenherstellung ist bis heute ein besonderes Handwerk. Es erfordert viel Geschick, handwerkliches Können und nicht zuletzt ein gutes Musikgehör.

Übrigens: Die katholische Kirchengemeinde feiert im September ihr 125-jähriges Bestehen.