Lauterbach

Ein Boulefeld und reichlich Wasser

von Martin Dold

"Wir sind im Stadium zwischen dem Vorentwurf und Entwurf", sagte Stadtplaner Christof Weigel zur Planung der neuen Ortsmitte rund um das Rathaus.

Lauterbach. Er hatte verschiedene Vorschläge aus einer vorherigen Sitzung des Gemeinderats eingearbeitet und stellte diese nun dem Gremium vor.

Eine detaillierte Planung war auch deshalb notwendig geworden, da sich die Gemeinde um Mittel aus dem Ausgleichstock bewirbt –­ und dafür braucht es genaue Angaben zur Fläche und der Ausgestaltung, um einen Zuschuss zu bekommen.

Fontänenfeld

Dieses Wasserspiel soll eines der Schmuckstücke der neuen Ortsmitte werden. Neben dem Schramberger Rathaus gibt es bereits ein solches Fontänenfeld und dieses werde sehr gut angenommen, wusste Bürgermeister Norbert Swoboda. Ein Stadtrat habe ihm gesagt, das Feld sei der Renner.

Ansgar Fehrenbacher hatte zuvor angefragt, ob Lauterbach das haben müsse. Florian Fehrenbacher befürwortete das Fontänenfeld, bemängelte aber, dass dieses relativ nahe bei der Straße geplant sei. Das könnte zu einer Gefahr für spielende Kinder werden.

Georg Buchholz sagte, er tue sich schwer mit dem Fontänenfeld, wenn es ein solches in Schramberg bereits gebe. Hardi Faißt und Doris Moosmann sahen das anders: "Es soll ein Platz für die Bürger von Lauterbach sein. Denen ist es egal, ob es in Schramberg schon ein Fontänenfeld gibt." Martin King gab den erhöhten Pflegeaufwand für den Bauhof zu bedenken.

Letztlich stimmte der Gemeinderat bei drei Gegenstimmen für ein "flaches" Fontänenfeld.

Boulefeld

Ein Boulefeld soll einen gewalzten Belag erhalten, sagte Weigel, sodass Niederschläge rasch versickerten. Die Kosten hierfür hielten sich in Grenzen, zudem erhöhe das Feld die Attraktivität des Platzes, warb Swoboda. Ansgar Fehrenbacher berichtete, dass bei vielen Jugendlichen das Boulen hoch im Kurs stehe.

Britta Schondelmaier fragte nach der Größe des Felds. Zehn mal 15 Meter seien geplant, sagte Weigel. "Jesses Gott", entfuhr es Britta Schondelmaier angesichts der schieren Größe. Doris Moosmann sprach sich für eine ovale Form des Boulefelds aus, während Oliver Binder eine Größe von fünf mal 15 Metern für ausreichend hielt.

Der Gemeinderat votierte bei drei Gegenstimmen für ein zehn mal 15 Meter großes Boulefeld in der rechteckigen Form.

Brunnen

Der bestehende Brunnen soll erhalten bleiben. Lediglich Oliver Binder sprach sich dagegen aus. Ihm erschienen Fontänenfeld und Brunnen als zu viel.

Bushaltestelle

Die Haltestelle an der Schramberger Straße wurde einige Meter in Richtung Schramberg verlegt – und zwar parallel zum Restaurant "Aladin und Frieda". Das Wartehäuschen hat eine Überdachung in beide Richtungen, damit dieses auch in Richtung des Platzes genutzt werden kann.

Pflasterung

Die Einmündung der Hauptstraße in die Albert-Gold-Straße soll gepflastert werden. Davon erhofft sich der Gemeinderat eine Reduzierung der Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer in dem sensiblen Bereich.

Zum weiteren Vorgehen sagte Swoboda, dass nun die Kostenberechnung aktualisiert werde, um den Ausgleichstockantrag stellen zu können. In der Sitzung am 18. Dezember soll das Ganze dann beschlossen werden.