Königsfeld

16 Personen leisten 230 Dienste

von Stephan Hübner

Mit einem festlichen Essen dankte der Historische Verein ehrenamtlich Aktiven. Verabschiedet wurde Renate Siebörger, die sich der Gesundheit wegen von ihren Tätigkeiten zurückzieht.

Königsfeld. Es sei Tradition und Gebot der Selbstverständlichkeit, sich bei denen zu bedanken, die sich im vergangenen Jahr ehrenamtlich für den Verein engagierten, sagt der Vorsitzende Wolfgang Schaible. Ehrenamt bedeute, Zeit und Ideen einzubringen, manchmal Frust wegzustecken. Es könne aber auch beglücken, sich für eine wichtige Sache zu engagieren.

Beeindruckende Zahlen

2018 leisteten 16 Personen 230 Dienste, entsprechend 690 Stunden, an Aufsichten im Albert-Schweitzer-Haus. Das beinhalte die Verantwortung für die Räume, sachkundige Auskunft bei Fragen oder das Führen der Tageskasse. Weiter gebe es alle vier Wochen Führungen für Klinikpatienten. 52 mal war sonntags nach dem Gottesdienst die Historische Sammlung offen. Die führe bisher einen Dornröschenschlaf. Laut Bürgermeister Fritz Link besteht der Wunsch, sie auch unter der Woche zu öffnen. Das sei aber nur möglich, wenn sich dafür Personen finden. Als stets anregend empfunden habe er die Diskussionen im Albert-Schweitzer-Kreis, so Schaible. Er erinnerte auch an regelmäßig Vorträge in der Albert-Schweitzer und Baar Klinik.

Schaible ehrte Emil Pfrinder für 29, Adelheid Leibach für 33 und Ingrid Euler für 34 Aufsichten. Dazu für diverse andere Tätigkeiten Annemarie Walter, Knut Schröter, Christa Meyer, die seit 18 Jahren Dienst bei Führungen tut, Wolf Renkewitz, Dietrich Siebörger, Fritz Link, Hans-Beat Motel, Kurt Rittinghaus und Helmuth Euler. Der Vorsitzende ehrte und verabschiedete zudem Renate Sie­börger, die sich aus gesundheitlichen Gründen von ihren Tätigkeiten zurückzieht. Sie sei viele Jahre eine tragende Stütze gewesen. "Wir werden ihre Stimme vermissen", so Schaible. Sie vermisse den Albert-Schweitzer-Kreis auch sehr, so Siebörger. Vorträge habe sie ausgesprochen gern gemacht. Schaible lobte Siebörger als ganz wichtige Taktgeberin für die Albert-Schweitzer-Tage.

Es sei wichtig, die Erinnerung an Schweitzer, die Geschichte Königsfelds und die Herrnhuter Tradition wachzuhalten, so Schaible. Link sprach im Namen der Gemeinde seinen Dank aus. Die Ehrenamtlichen trügen ganz entscheidend dazu bei, dass die Besonderheiten Königsfelds in der Region bekannt würden. Es brauche aber dringend Nachwuchs für Führungen. Er erinnerte an weitere Veranstaltungen wie "Umgang mit Musik", Orgelakademie oder die Verleihung des Internationalen Albert-Schweitzer-Preises.