Jobbote

Studienfinanzierung

von Schwarzwälder Bote

Laut dem Deutschen Studentenwerk hat ein Student pro Monat im Schnitt 900 Euro zur Verfügung. Diese Einnahmen setzen sich aus einem Nebenjob, der staatlichen Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög), einem Studienkredit oder einem Stipendium zusammen. Wichtigste Geldquelle ist allerdings die Unterstützung der Eltern. Da die Ausgabenseite während des Studiums recht hoch ist, gilt es, seine Finanzen bestmöglich im Blick zu behalten. Dabei kann ein Finanzplan helfen. 

Finanzplan 
Eine fremde Stadt, neue Leute, die erste eigene Wohnung – vieles ist neu und  ungewohnt zu Beginn eines Studiums. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass der Kontostand erstmal in den Hintergrund rückt. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, die Finanzen genau im Blick zu behalten. Am besten man listet die Einnahmen und die Ausgaben genau auf. 
Einnahmen: 
• Nebenjob 
• BAföG 
• Kindergeld 
• Unterhalt 
• Sonstige Einnahmen (finanzielle
 Unterstützung der Eltern, Stipendium) 
Ausgaben: 
• Miete 
• Lebensmittel 
• Lernmaterial 
• Nebenkosten (Telefon, Freizeit,
  Auto, Bahn oder Bus)
• Semestergebühren
Die daraus resultierende Differenz steht einem dann zur freien Verfügung. Noch besser ist es allerdings, wenn man nur einen Teil des Geldes ausgibt und den Rest auf ein Sparkonto einzahlt. So hat man einen finanziellen Puffer für Unvorhergesehenes.  
Tipp: Es gibt viele Apps, die  helfen, einen Finanzplan zu erstellen! 

Bafög
Die meisten Eltern möchten ihren Kindern die beste Ausbildung ermöglichen. Oft scheitert dies allerdings am zu geringen Einkommen. Deshalb bietet der Staat für diese Studenten eine Basisfinanzierung (Bafög) an. Die Höhe hängt von verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel dem eigenen Einkommen oder dem Gehalt der Eltern ab. Bafög erhält man zur Hälfte als Zuschuss, und die andere Hälfte ist ein zinsloses Darlehen des Staates, das erst fünf Jahre nach Förderungsende zurückgezahlt werden muss.  
Tipp: Wer nach dem Studium das Bafög auf einmal zurückzahlt, kann auf einen hohen Nachlass hoffen. Da kann es sich lohnen, während dem Studium kräftig zu sparen.

Minijob während des Studiums 
Wenn der Antrag auf Bafög abgelehnt wurde, besteht die Möglichkeit, mit einem Nebenjob ein paar Euro dazu zu verdienen. Diese sogenannten Minijobs sind steuerfrei und man muss auch keine Sozialabgaben bezahlen. Mögliche Nebenjobs sind beispielsweise Nachhilfe, Promotion-Jobs, Babysitten oder Kellnern. Vorsicht: Wer neben dem Jobben auch Bafög bezieht, darf einen Maximalbetrag nicht überschreiten. Mehr Informationen erhält man beim Studentenwerk. In den Semesterferien kann auch eine Vollbeschäftigung aufgenommen werden. Wichtig ist dabei nur, dass diese zeitlich befristet ist und man nicht mehr als 50 volle Tage arbeitet. 

Kindergeld 
Bis zum vollendeten 25. Lebensjahr besteht Anspruch auf Kindergeld. Das Geld wird allerdings an die Eltern ausbezahlt. Als Student hat man allerdings ein Recht darauf, das Geld von den Eltern zu bekommen. 

Stipendium 
Besonders begabte Schüler haben die Möglichkeit, ihr Studium mit einem Stipendium zu finanzieren. Firmen, Stiftungen oder Unternehmen fördern so deren Engagement. Manche Unternehmen legen dabei weniger Wert auf die Leistungen, sondern fördern Studenten aus sozial schwachen oder Zuwandererfamilien, Menschen mit Behinderungen oder Studierende, die eine besondere Begabung haben. Das Tolle daran ist: Man erhält das Geld geschenkt, es muss also nichts davon zurück gezahlt werden. 

Studienkredit 
Wenn die bereits genannten Geldmittel und der Nebenjob nicht ausreichen, um während des Studiums über die Runden zu kommen, besteht auch die Möglichkeit eines Studienkredits. Hier ist es allerdings ratsam, sich bei einem vertrauenswürdigen Kreditinstitut umfassend beraten zu lassen. Ebenso ist es sinnvoll, nicht die komplette Finanzierung über einen Kredit laufen zu lassen, dieser sollte nur ergänzend genutzt werden. Bei dieser Art von Finanzierung sollte man auch immer im Hinterkopf behalten, dass die komplette Summe zuzüglich Zinsen zurückgezahlt werden muss. Am bekanntesten ist hier das Kreditangebot der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), einer staatlichen Bank.