Jettingen

Gegen Tempo 30

von Uwe Priestersbach

Jettingen. Mit den Ergebnissen der jüngsten Verkehrsschau war man im Jettinger Gemeinderat eher nicht zufrieden. So wurde bei der Mitte April durchgeführten Verkehrsschau unter anderem eine Verlegung des Ortsschildes zur Schaffung eine Geh- und Radweges abgelehnt.

Aber auch die vor allem in Oberjettingen gestellten Forderungen, im Bereich der Fußgängerampel in der Herrenberger Straße an der Kreuzung zur Rötestraße Tempo 30 vorzuschreiben, wurden abschlägig beschieden. Wie ein Anwohner berichtet hatte, werde die Fußgängerampel häufig übersehen und von etlichen Autofahrern bei Rot überfahren. Dies sei vor allem deshalb gefährlich, weil die Ampel dem Fußgängerverkehr zum Maria-Haarer-Kindergarten diene.

Bei der Verkehrsschau kamen die beteiligten Fachleute allerdings zu dem Entschluss, dass die Ampel gut einsehbar ist und von den Autofahrern problemlos erkannt werden könnte. Eine Temporeduzierung auf 30 Stundenkilometer würde zudem bedeuten, dass man die Fußgängerampel abbauen und durch einen Zebrastreifen ersetzen müsste. Dies würde die Sicherheit an dieser Stelle nicht verbessern, sondern eher verschlechtern, war man sich einig.

Außerdem sei keine Rechtsgrundlage für Tempo 30 vorhanden, da man aufgrund der übersichtlichen Situation von keinem besonderen Gefahrenbereich ausgehen könne. Das letzte Wort in dieser Sache dürfte indes noch nicht gesprochen sein. "Das ist unbefriedigend und da läuft doch was schief", meinte CDU-Rat Hans-Martin Ott und fügte hinzu: "Da müssen wir dran bleiben."