Menschen in Kuhbach und Reichenbach sind dazu aufgefordert, sparsamer mit Trinkwasser umzugehen. Foto: Pleul/dpa

Weil die Quellen langsam austrocknen, mahnen der Versorger Badenova und die Stadt, auf den Wasserverbrauch zu achten. Es gibt aber einen Notfallplan. 

Die anhaltende Trockenheit hat Auswirkungen auf die Quellschüttungen in Kuhbach und Reichenbach. Das teilte der Energieversorger Badenova am Donnerstagmorgen mit. Demnach werden die beiden Lahrer Ortsteile über Oberflächenquellen versorgt. Über diese fließe immer weniger Wasser


Wie Gina Kraft vom Badenova-Wassermanagement auf Nachfrage unserer Redaktion erklärt, waren die Quellschüttungen bereits durch die Trockenperioden der  vergangenen Jahren stark rückläufig und hätten sich im Herbst und Winter nicht mehr ausreichend erholt. Der Wasserverbrauch indes sei kontinuierlich angestiegen. „Bei weiter abnehmenden Quellschüttungen kommt es dadurch früher oder später zu einem Problem in der Versorgung mit Quellwasser“, so Kraft. Deshalb habe man sich gemeinsam mit der Stadt dazu entschieden, zu einem sparsamen Umgang aufzurufen. 


Was heißt das also für die Kuhbacher und Reichenbacher? Die Wasserversorgung ist nicht in Gefahr, betont die Badenova. Sollte die Quellschüttung weiter zurückgehen, könne man über das Wasserwerk Galgenberg Wasser aus der Kernstadt in die Netze der beiden Ortsteile einspeisen. Dies werde aus dem Tiefbrunnen Kaiserswald gewonnen und stehe in ausreichender Menge zur Verfügung. Es sei jedoch härter als das Wasser aus den Oberflächenquellen. Wie lange die Kuhbacher und Reichenbacher Wasser sparen müssen, bleibt offen. 


„Der Verzicht auf Gartenbewässerung hat im Sommer mit den größten Einfluss“, gibt Kraft einen Tipp zum sparsamen Umgang. Wenn eine Bewässerung mit Trinkwasser unumgänglich ist, sollte in den frühen Morgenstunden bewässert werden, wenn es in der Regel noch kühl ist und die Verdunstung gering. Weiter empfiehlt Kraft, bei der Toilettenspülung die Spartaste zu nutzen, tropfende Armaturen zeitnah reparieren oder austauschen zu lassen sowie einen wassersparenden Duschkopf zu verwenden. Zum Gießen sollte man Regenwasser sammeln. 


Die Erfahrung zeige, so Kraft, dass  die Sommer zunehmend länger, wärmer und trockener werden. Das könnte in Zukunft zu Problemen in der lokalen  Wasserversorgung führen. Entsprechend könnte es sein, dass immer öfter zu Sparsamkeit aufgerufen wird.