Hornberg

Kindergartenplatz wird wieder teurer

von Christine Störr

Hornberg - Ein Teil der Parkplätze beim Hornberger Kindergarten Don Bosco wird künftig für die Kindergarteneltern reserviert. Dauerparkern droht das Abschleppen. Außerdem werden sich die Gebühren für das neue Kindergartenjahr erhöhen.

Die Abstimmung darüber ist jedoch an den Stiftungsrat delegiert worden.

Zu Beginn der Pfarrgemeinderatsitzung stellte Angela Schätzle von der Verrechnungsstelle in Lahr das gemeinsame Leitbild der katholischen Kindergärten der Seelsorgeeinheit Hausach-Hornberg vor.

"Es gibt nicht viele Änderungen zu den bisherigen Leitbildern", verdeutlichte sie, allerdings gelte das Jetzige für drei Einrichtungen. Im gemeinsamen Leitbild wird das christliche Menschenbild der katholischen Kindertagesstätten, der pastorale Auftrag, die Sichtweise auf das Kind, die Zusammenarbeit von Eltern und Sorgeberechtigten, das Selbstverständnis des Trägers, die Mitarbeiter sowie die Leitung der Tageseinrichtungen beschrieben.

Die Vorstellung der neuen Kindergartengebühren erfolgte dann via Projektion auf die Leinwand, eine enorme Fülle an Betreuungsmodellen und Kostenvarianten. Dass die Gebühren steigen werden, liege an steigenden Personalkosten und dem Deckungsgrad der Elternbeiträge.

Deckungsgrad deutlich unter Empfehlung

Mit derzeit zwölf Prozent liege der Deckungsgrad deutlich unter den von allen beteiligten Verbänden geforderten 20 Prozent.

Dass die Deckungslücke nicht in einem Jahr ausgeglichen werden könne, sei klar, aber: "Wir wollen mit den Jahren auf die 20 Prozent kommen", sagte Schätzle.

Der Elternbeitrag sei ein komplexes Konstrukt, hinter dem viel stecke. Zunächst wurden die neuen Gebühren für Hausach vorgestellt, die der dortige Stadtrat bereits abgesegnet hat (wir haben berichtet).

"In Hausach sind die Gebühren etwas höher als in Hornberg, dafür sind die Betreuungszeiten super flexibel", erklärte Schätzle. Für Alfredo Sanchez, dem Vorsitzenden des Hornberger Pfarrgemeinderats, war klar: "Uns bleibt nichts anderes übrig." Pfarrgemeinderat Bernhard Dold störte sich indes erheblich daran, dass die Zahlen nicht in schriftlicher Form vorliegen würden.

Er werde nicht über Gebühren abstimmen, die nur an die Wand projiziert wurden. Da die Gebührenerhöhungen aber schon ab September greifen werden und die Eltern frühzeitig informiert werden müssen, ist Eile geboten. Jetzt wird der Stiftungsrat in einer kurzfristig einzuberufenden Sitzung abstimmen.

Parkplatzproblem soll entschärft werden

Um das Parkplatzproblem für Kindergarteneltern zu entschärfen, werden künftig in der Zeit von 7.30 Uhr bis 15 Uhr zehn Parkplätze für den Kindergarten "Don Bosco" reserviert sein.

Im Moment sei es dort für ortsfremde Mütter und Väter nicht erkennbar, dass der Parkplatz dem Kindergarten zugeordnet wäre. Die Eltern müssten an der Straße parken und ihre Kinder bei fließendem Verkehr aussteigen lassen. Jetzt sollen entsprechende Schilder mit dem Verweis auf das Abschleppen unberechtigt abgestellter Fahrzeuge für freie Parkplätze und damit auch für mehr Verkehrssicherheit der Jüngsten sorgen. Dem stimmte das Gremium zu.

In Sachen Firmung informierte Sanchez über 90 Firmlinge in der Seelsorgeeinheit, die am 18. November um 17 Uhr in der Hornberger Kirche ihr Sakrament empfangen werden.

Die Ministranten-Wallfahrt nach Rom wird für die Erzdiözese Freiburg vom 29. Juli bis 4. August des kommenden Jahres stattfinden. Die Anmeldefrist läuft ab dem 2. Oktober, die Kosten betragen 480 Euro pro Person. Das Mindestalter der Teilnehmer ist 14 Jahre.

INFO: Die Gebühren

Der Stiftungsrat wird über die vorgeschlagene Gebührenerhöhung abstimmen. Danach soll sich der Beitrag in der Regelgruppe beispielsweise von derzeit 112 Euro auf 121 Euro für Familien mit einem Kind und auf 124 Euro im kommenden Jahr erhöhen. Ein Platz im Ganztagsbetrieb kostet derzeit 212 Euro und soll ab September auf 250 Euro und im nächsten Jahr auf 278 Euro angehoben werden. Für die Kinderkrippe sollen statt 258 Euro ab September 279 Euro gefordert werden. Wie Angela Schätzle von der Verrechnungsstelle erklärte, würden die Ansätze immer noch unter den Empfehlungen des Städte- und Gemeindetages sowie der vier Kirchen des Landes liegen, einzig der Beitrag in der Regelgruppe entspreche den Empfehlungen.