Hornberg

Gutach ist stolz wie Bolle

von Lena Weimer

Nur strahlende Gesichter hat es am Donnerstagabend gegeben, als Bürgermeister Siegfried Eckert und der Tourismusverein Gutach offiziell vier Trachtenpuppen an verschiedenen Standorten enthüllten. Schöpfer ist der Foto- und Grafikdesigner Hans-Jörg Haas.

Gutach. Pfiffe ertönten beim Gutacher Kurpark, als der Bürgermeister sowie Gemeinderätin und Trachtenträgerin Kathrin Ecker im Beisein von weiteren Gemeinderäten, dem Trachtenkapellen-Vorsitzenden Mike Lauble, Gutachern und Touristen die erste Puppe enthüllten. Einen Namen hat sie noch nicht. "Da können die Bürger ja Vorschläge machen", sagte Eckert. Bei vier Bollenhutdamen sollten es auch vier verschiedene Namen sein.

Das Projekt wurde laut Eckert "von langer Hand" geplant. Bereits vor zwei Jahren habe sich der Gutacher Gemeinderat damit beschäftigt, wie sie neben den Bollenhutträgerinnen, die an den Bushaltestellen "kleben", und dem Bollenhutkäfer neben dem Freilichtmuseum weitere "Eye-catcher" an den Ortseingängen schaffen könnten. Der Wunsch sei, so der Bürgermeister, aus der Bevölkerung gekommen.

Designer Hans-Jörg Haas präsentierte schließlich dem Tourismusverein und der Tourismusausschuss im Laufe der Gespräche die Idee, vier lebensgroße Puppen á la "Schwarzwaldmarie" zu konstruieren. Die handbemalten und lackierten "Damen" sitzen nun auf Bänken, die wiederum auf Betonsockeln stehen. Gutach profitiert, so der Bürgermeister, in vielerlei Hinsicht von seinen neuen "Bewohnern". Einerseits dienen sie zur Identifizierung der Bevölkerung mit ihrer Heimatgemeinde, andererseits sind die Puppen ein Blickfang für Touristen, die Fotos mit ihnen machen können.

Dass das Konzept aufgeht, war keine Frage: Bei der Enthüllung der Trachtenpuppe am Ortseingang-Süd hielt gleich der Wagen einer französischen Familie an, die strahlend auf der Bank neben der Trachtenpuppe sowie den Trachtenträgern Mike Lauble und Kathrin Ecker Platz nahmen. Drei weitere Autos stoppten und begeisterte Touristen zückten ihre Handys.

Die Bollenhutträgerinnen-Puppen "sitzen" jeweils an den Ortseingängen Nord und Süd, am Kurgarten sowie vor der "Linde".