Horb

Großer Umzug krönt Ringtreffen in Mühringen

von Jürgen Baiker und Tim Geideck

Horb-Mühringen - Ausnahmezustand in Mühringen: Mehr als 3500 Hästräger schlängelten sich beim großen Ringumzug durch den Ort. Auch Petrus hatte seine Freude und beschenkte die Narren mit sonnigem Wetter.

Rund 4000 Besucher reihten sich in Mühringen beim Jubiläumsumzug des närrischen Freundschaftsrings Neckar/Gäu, der heuer 50 Jahre alt wird, entlang der Umzugstrecke. 28 Narrenzünfte mit mehr als 3500 Hästrägern und begleitet von vielen Musik- und Lumpenkapellen reihten sich ein und machten der Narrenzunft Mühringen ihre Aufwartung.

Die Moderation des Jubiläumszug übernahm Ring-Vizepräsident Klaus Ranft. Kurios: Sein Sohn Florian Ranft ist Zunftmeister in Mühringen und war damit Gastgeber des närrischen Spektakels.

"Das war ein voller Erfolg", freute sich Florian Ranft, "ein riesiges närrisches Fest, genau wie wir uns das vorgestellt hatten." Beeindruckt war der Mühringer Zunftmeister vor allem, mit wie vielen Mitgliedern die einzelnen Zünfte gekommen waren – deutlich mehr als bei anderen Umzügen. "Das war wirklich stark", lobte Florian Ranft.

Mit dabei waren die Narrenzünfte aus Horb, Betra, Ahldorf, Dettingen, Bildechingen, Nordstetten, Altheim, Eutingen, Empfingen, Rohrdorf, Ergenzingen, Untertalheim, Felldorf, Salzstetten, Schwalldorf, Bühl, Musberg, Bierlingen, Stetten, Hirschau, Vollmaringen, Weitingen, Bad Imnau, Wurmlingen, Wolfenhausen, Seebronn und Neuhausen.

Die Hexen der einzelnen Narrenzünfte hatten natürlich so manchen Schabernack parat. Manch junge Frau versuchte sich da schnell zu verziehen, wenn sie merkte, dass sie als Zielperson ausgewählt wurde. Ein ganz junger Narr – der erst dreijährige Adrian – zeigte derweil vor einer Hexe, die ihn anbrüllte, keine Angst. Er brüllte einfach zurück und die Hexe verschwand erstaunt.

Noch vor dem Umzug stimmten sich die Zünfte in der vollbesetzten Sankt-Gallus-Kirche mit einem närrischen Gottesdienst mit Diakon Ewald Wurster auf den Tag ein. Auch beim anschließende Zunftmeisterempfang gab es viel zu lachen, schließlich mussten dabei der Horber Oberbürgermeister Peter Rosenberg (CDU) und der Bundestagsabgeordnete Michael Theurer (FDP) manchen Schabernack über sich ergehen lassen.