Horb a. N.

Vorbereitungen auf Leonhardsritt haben begonnen

von Schwarzwälder Bote

Horb. Jedes Jahr lockt der Leonhardsritt am Tag der Deutschen Einheit zahlreiche Gläubige und vor allem Tierfreunde aus dem ganzen Land auf die Horber Schütte. Die Tiere, die die Besucher am Nationalfeiertag, 3. Oktober, zur fünften Auflage mitbringen, segnet Weihbischof em. Johannes Kreidler.

Das Programm auf dem Hausberg der Neckarstadt wird stilvoll um 10.15 Uhr durch die Signaltrompete eröffnet. Anschließend feiern die Besucher mit Johannes Kreidler einen Gottesdienst, den der Kindergarten St. Leonhard und die Jakobus-Band mitgestalten. Der Weihbischof wird gegen 15 Uhr außerdem die Tiersegnung in der Leonhardsarena auf der Schütte vornehmen. Um 16 Uhr ertönt das Schlusssignal zum 5. Leonhardsritt.

Dazwischen gibt es Westernvorführungen, die Sanitätsreiterstaffel der Malteser trifft sich zu einer öffentlichen Übung, und es treten acht Pferde zu einer Friesen-Quadrille an. Hunde zeigen im Laufe der bewirteten Veranstaltung, was sie gelernt haben, und für den Tag der Deutschen Einheit wurde eigens ein Flug der Friedenstauben organisiert. Der Shanty- und Impulschor Salzstetten, die Band Black & White und die Alphornbläser vom Kniebis sorgen den ganzen Tag über für die musikalische Umrahmung.

Auch an die kleineren Besucher hat Festorganisator Manfred Bok gedacht, der seine Idee für diese Veranstaltung vor fünf Jahren zum ersten Mal mit der katholischen Kirchengemeinde, der Horber Kolpingsfamilie und dem Horber Schwarzwurst-Stammtisch umgesetzt hat. Neben dem Ritt auf einem Pony können die Kinder Kleintiere, Lamas und Alpakas aus nächster Nähe bestaunen.

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Mit dem Erlös aus Spenden und Bewirtung wird die Dachsanierung der markanten Horber Stiftskirche in der Horber Unterstadt finanziert.

Der Leonhardsritt in Horb ist nach dem heiligen Leonhard von Limoges benannt, der vor allem im Süden Deutschlands als der Schutzpatron für das Vieh, insbesondere der Pferde, verehrt wird. Am Marktplatz der Horber Altstadt erinnert der historische Leonhardsbrunnen an das Wirken dieses frommen Klostergründers, der im Volksmund häufig sogar der bayerische und schwäbische "Herrgott" genannt wird. Der Legende nach soll er sich vor rund 1500 Jahren erfolgreich für die Freilassung von Gefangenen am Königshof eingesetzt haben. Daher hält er auf den historischen Darstellungen eine Kette in seinen Händen.

Weitere Informationen: kathpfarramt.horb@drs.de www.kath-kirche-horb.de/unsere-gemeinden/horb/