Horb a. N.

Schwanenfamilie am Klappwehr bereitet Sorgen: Feuerwehr befreit ein Küken aus seiner misslichen Lage

von Schwarzwälder Bote

Auch wenn der Neckar bei Horb recht beschaulich daherkommt, dürfen die Kräfte des Flusses nicht unterschätzt werden. Die unbändige Kraft des Wassers wurde gestern Nachmittag einem jungen Schwan fast zum Verhängnis. Seine Mutter hat in diesem Jahr ihr Nest an einer denkbar ungünstigen Stelle: direkt auf dem Wehr (wir berichteten). Zwei Jungtiere (auf dem Bild sind im Vordergrund jedoch Nilgänse zu sehen) hatten sich ins Wasser gewagt, eines drehte in sicherer Entfernung seine Runden, der zweite Jungschwan kämpfte derweil um sein Leben. Er war über die Kante gerutscht und drohte mit dem Wasser in die Tiefe gerissen zu werden. "Zwei Stunden versucht er bereits, wieder zurück ins sichere Gewässer zu kommen, bisher vergebens", sagt eine Beobachterin. Mittlerweile ist die Feuerwehr mit der Drehleiter angerückt. Eine Feuerwehrfrau mit einem Kescher lässt sich langsam an die Stelle heranfahren. Doch die Drehleiter ist zu kurz, der Versuch wird abgebrochen. Nun kommt das Rettungsboot der Feuerwehr zum Einsatz. "Das ist etwas gefährlicher, da wir im Boot gegen die teils aggressiven Schwäne nicht so geschützt sind", erklärt Feuerwehrkommandant Markus Megerle. Doch die Mission glückt – und das Küken kommt mit dem Schrecken davon. Foto: Begemann