Horb a. N.

Räume füllen sich langsam mit Leben

von Alexandra Feinler

In Zeiten der Zentralisierung und Zusammenlegung hat sich die Bruderhaus-Diakonie gegen den Trend gestellt und am Mittwochabend ihre neuen Räume in Horb vorgestellt.

Horb. Der bisherige Standort in Seewald-Schernbach wurde aufgelöst und an andere Standorte im Landkreis verlagert.

Mischung aus Dienststellenbüro und Regionalleitung

Die neun Mitarbeiter der Regionalverwaltung werden in Zukunft in den ehemaligen Praxisräumen von Peter Paul Olinczuk in Horb arbeiten. Zuständig sind die Mitarbeiter für die Geschäftsbereiche Altenhilfe, Jugendhilfe, Eingliederungshilfe und Arbeit und Bildung. Auch wesentliche Teile der bisherigen Dienststelle von Dorothea Rau sind in Horb vor Ort.

Rau freute sich besonders, dass so viele Gäste zur Einweihung gekommen waren: "Bisher waren die Räume noch leer, vieles war provisorisch, aber nach und nach füllen sie sich mit Leben."

Vom bisherigen Standort in Seewald-Schernbach sollte die Regionalverwaltung gut erreichbar sein. Dazu kam, dass sie ungefähr in der Mitte des Bereichs zwischen Freudenstadt, Zollernalb und Tübingen liegen sollte. Oberbürgermeister Peter Rosenberger habe zudem Werbung gemacht und so habe sich die Bruderhaus-Diakonie für den Standort in Horb entschieden.

In den neu gestalteten Räumen wird es eine Mischung aus Dienststellenbüro und Regionalleitung geben. "Wir betreten damit Neuland, weil unsere Klienten nicht vor Ort sind. Aber wir sehen dem positiv entgegen", freute sich Rau.

Seit April ist Walter Riedel, der als Leiter für die Region Freudenstadt, Tübingen, Zollernalb zuständig ist, nun schon in Horb. Er betonte, dass in den neuen Räumen nicht die eigentliche Arbeit stattfinde, die nach außen hin sichtbar sei, sondern nur die Verwaltung, die jedoch nicht zu große Dimensionen annehmen und sich selbstständig machen dürfe. Sie sei nur ein Teil der Arbeit.

Nah dran an den Bedürfnissen der Menschen

Die Bruderhaus-Diakonie wolle weiterhin Menschen mit unterschiedlichen Angeboten unterstützen, sodass sie Glück in glücksfernen Zeiten erleben könnten. Menschen, die neben der Spur laufen, sollten wieder auf den richtigen Weg geführt werden.

Von Inklusion und Teilhabe sprach Riedel, der dies als Herausforderung für die rund 700 Mitarbeiter in der ganzen Region sah. Als nicht selbstverständlich beschrieb OB Rosenberger die Dezentralisierung und zog Parallelen zur Stadt Horb mit ihren 17 Stadtteilen. Durch die Dezentralisierung sei die Bruderhaus-Diakonie jedoch nah dran an den Bedürfnissen der Menschen. In Horb sei sie nun mit ihren Angeboten dreifach gut aufgestellt. Auch in Sachen Altenbetreuung sei die Stadt gut aufgestellt, sagte Rosenberger, der ergänzte: "Es darf aber gerne mehr werden."

Mit Musikstücken von "Herrn Peters und der Udo" wurde die Begrüßung umrahmt. Der Künstler Thomas Rabus nutzte die Eröffnung, um seine Werke in den neuen Räumen zu präsentieren.