Horb a. N.

Mattes: "Das Ergebnis für den OB ist eher schwach"

von Schwarzwälder-Bote

Horb (jl/gw). Wie bewerten die politischen Lager das Wahlergebnis? Wir haben nachgefragt. Michael Kessler, Fraktionschef der Gemeinderats-CDU: "Ich bin hochzufrieden über die 71 Prozent – trotz geringer Wahlbeteiligung. Das ist ein starkes Zeichen für weitere acht Jahre mit Peter Rosenberger." Alfred Seifriz, Fraktionschef der FD/FW: "Herr Rosenberger hat klar gewonnen, das war von vornherein zu erwarten. Von den Prozenten her hätte ich fast gedacht, dass er etwas mehr bekommen könnte. Das ist schon ein Denkzettel. Die Wahlbeteiligung ist bei Bürgermeisterwahlen normalerweise oft in diesem Bereich. Der Wahlkampf war für mich keine Schlammschlacht. Für uns war das keine Parteiwahl,sondern eine Persönlichkeitswahl. Wir haben niemanden unterstützt." Thomas Mattes, SPD-Fraktionschef: "Die Wahlbeteiligung war sehr niedrig. Das Ergebnis für den OB ist eher schwach bei diesem Bewerberfeld. Die Kontrahenten sind keine Verwaltungsfachleute. Ich denke, das Ergebnis liegt auch an manchen nicht erfüllten Aufgaben. Die Bilanz von Herrn Rosenberger ist bisher eher bescheiden, einige Aufgaben sind zwar angestoßen, aber noch nicht zu Ende geführt."

Markus Pagel, Fraktionschef der OGL: "Mit diesem deutlichen Ergebnis war zu rechnen. Rosenberger geht inzwischen besser mit den Themen Radwege und Freibad um. Vielleicht ein bisschen anders, als unsere Ideen waren. Aber die Richtung stimmt mit unserer überein –­ das stimmt uns hoffnungsfroh!" Carmina Brenner (CDU), auch Leiterin des statischen Landesamtes: "Ein wunderbares Ergebnis für Peter Rosenberger. Nur die geringe Wahlbeteiligung hat mich dann doch gewundert."

Silke Wüstholz (FD/FW): "Ich bin begeistert über das Ergebnis. Ich habe es auch in dieser Deutlichkeit erwartet."

Martin Raible (ULH): "Mir war wichtig, dass es Gegenkandidaten gegeben hat. Die OB-Wahl ist entschieden –­ und das ist so auch in Ordnung."

Viviana Weschenmoser, Horber SPD-Chefin: "Glückwunsch an den wiedergewählten Oberbürgermeister Peter Rosenberger. Ironisch muss ich sagen: Schön, dass wenigstens rund 37 Prozent wählen waren. In Zeiten der politischen Unruhen hätte ich mir gewünscht, dass mehr vom Wahlrecht Gebrauch machen, unserem OB hätte es gut getan. Ansonsten, bin ich froh, dass es keinen zweiter Wahlgang gibt. Wir haben einen verwaltungserfahrenen OB, und das ist ok."