Horb a. N.

Gesund, lecker und Beki-gerecht

von Ellen Schneider

"Bananas are yellow, apples are red", trällert es über den Hof des Kindergartens Grünmettstetten. Dass die Ernährung dort eine große Rolle spielt, ist kaum zu überhören – geschweige denn zu übersehen.

Horb-Grünmettstetten. Inmitte n des Hofs steht ein Tisch, auf dem verschiedene Süßigkeiten und ihr jeweiliger Zuckergehalt in Form von Würfelzuckern drapiert sind. Daneben: Frische Obst-Spieße und Himbeer-Milch – natürlich selbst gemacht von den Kindergartenkindern. Bereits 2012 wurde der Kindergarten als "Beki"-Einrichtung ausgezeichnet. Beki – das ist eine Initiative des Landes Baden-Württemberg für bewusste Kinderernährung.

Mit vier Referentinnen im Landkreis Freudenstadt soll Kindern, Eltern, Lehrern und Erziehungsfachkräften über Veranstaltungen, Aktionen oder Unterrichtsstunden der Umgang mit gesunder Ernährung nahe gelegt werden.

Zuständig für Grünmettstetten ist Kita-Referentin Kerstin Schweizer. "Ich bin wunschlos glücklich mit der Einrichtung", schwärmt Schweizer. Der Kindergarten bringe viele kreative Ideen und Aktionen ein, wie zum Beispiel den magischen Teller, der sich jeden Tag mit frischem Obst oder Gemüse füllt, oder die Geschichte der kleinen Lokomotive ein. "Wie ich immer sage: Hier ist man gerne Kind", verkündet Schweizer weiter.

Um auszuzeichnen, dass sich der Kindergarten in den vergangenen drei Jahren weiterentwickelt hat und somit auch den neuen Beki-Standards gerecht wird, wird der Kindergarten erneut zertifiziert und mit einer neuen Plakette von Beki-Koordinatorin Ariane Kleiner für die nächsten drei Jahre ausgestattet.

"Wir möchten damit Einrichtungen auszeichnen, die sich ganz intensiv mit der Ernährungsbildung auseinandersetzen", erklärt Kleiner. Zu diesem Zweck überreichte Kleiner der Kindergartenleitung Jutta Kreidler außerdem eine Urkunde, unterschrieben von Landesminister Peter Hauk (CDU). Die Standards des Beki-Programms im Grünmettstettener Kindergarten wurden gemeinsam mit den Kindern festgelegt und in der Zwischenzeit auch erweitert. Eine neue Regelung ist beispielsweise der monatliche Beki-Tag, sowie der monatliche Müsli-Tag.

Um das Zertifikat zu bekommen, müssen die Einrichtungen einen langen Prozess durchlaufen. "Am Anfang steht ein Erstgespräch und eine Analyse der Situation in der Einrichtung", erklärt Kleiner. Danach folgen die Ernährungsbildung, die Erziehungspartnerschaft, das Definieren der Verpflegungsstandards und das Einbeziehen außenstehender Partner und schließlich die Kontrolle.Von 38 zu erreichenden Punkten hat es der Kindergarten mit seinem Programm geschafft 36 Punkte in den verschiedenen Kategorien zu erreichen. "Eine hervorragende Leistung", meint Kleiner.

Auch der Ortsvorsteher Karl Hocheise und die Kirchengemeinderats-Vorsitzende Erika Kreidler zeigen sich begeistert. "Als ich im Kindergarten war, gab es noch nicht so eine große Vielfalt an Lebensmittel wie heute, ihr allerdings müsst heute lernen mit dieser Auswahl umzugehen", erklärt Hocheise den Kindern. Erika Kreidler richtet ihr Wort an die Kindergartenleitung: "Wir freuen uns, dass ihr mit den Kindern all die Möglichkeiten nutzt".