Horb a. N.

Freude an der Bewegung bringt viel Geld für guten Zweck

von Peter Morlok

Horb. Mit einem Rekordergebnis ging der diesjährige Sponsorenlauf des Martin- Gerbert-Gymnasium zu Ende. Der fünfte Sponsorenlauf, der am 15. Juni stattfand, stand unter dem Leitgedanken "Run for Respect."

Respekt muss man nicht nur den Organisatoren um Bettina Göhner für ihr Engagement zollen, sondern vor allem den insgesamt 476 Läuferinnen und Läufern, die nicht nur im Multifunktions-Sportdress, sondern auch in den tollsten Verkleidungen unterwegs waren, hob der Moderator dieser Veranstaltung, Ralph Hechner, hervor. Insgesamt sind die Starter 3774 Runden auf der rund ein Kilometer langen Rundstrecke gelaufen und haben dabei die sensationelle Rekordsumme von 12 002 Euro "errannt". 2015 waren es immerhin 10 000 Euro, und damals glaubte man, dass diese Schallgrenze so schnell nicht geknackt werden könnte. So kann man sich glücklicherweise irren.

Am Freitagvormittag wurden nun in der großen Pause die Spendengelder verteilt. Über jeweils 2000 Euro durften sich die Caritas Horb, hier insbesondere die Aktion "Drachenei", die Lebenshilfe Horb-Sulz und die Amadeu-Antonio-Stiftung freuen. Ein Betrag von 4000 Euro dient als Beitrag zur Hallen- und Pausenhofgestaltung des MGGs und mit dem Rest werden die Ausgaben für die Organisation und Schlüsselbänder für die Läufer gedeckt.

Schulleiter Georg Neumann betonte, dass er auf alle Läufer sehr stolz sei und dass sich die Abkürzung MGG, die für ihn auch für "Miteinander geht’s gut" steht, mal wieder bewahrheitet habe. Neumann, der selbst als Läufer mit dabei war, hatte auch noch die tolle Atmosphäre in Erinnerung, die an diesem recht heißen Sommertag unter all den doch so unterschiedlichen Läuferteams herrschte.

Ganz besonders freuten sich jedoch die drei Vertreter und Vertreterinnen der Hilfsorganisationen, die jeweils 2000 Euro per symbolischen Scheck überreicht bekamen. Andrea Kipp-Steidinger vom Vorstandsteam der Lebenshilfe Horb-Sulz erklärte, dass dieses Geld mit zur Finanzierung einer Herbstfreizeit dienen soll. Menschen mit Handicap, darunter auch einige Schwerstbehinderte, werden bald ein paar schöne Tage am Bodensee verbringen. Für den Verein eine sehr personalintensive Angelegenheit, und da sei es gerade recht, wenn man eine finanzielle Unterstützung erhält, sagte Kipp-Steidinger.

Beim "Drachenei" fließt das Geld in den Spendentopf, mit dessen Hilfe finanzschwache Kinder und Jugendliche, die im Landkreis Freudenstadt ihren Wohnsitz haben, gefördert werden, erklärte Gudrun Hörmann. Das Angebot reicht vom Geigenunterricht bis zum Beitrag für den Sportverein und ist ebenso wie der Arbeit der Lebenshilfe eine feste Größe im freiwilligen Sozialgefüge der Region.

Die Spende Nummer drei geht auf Anregung von Arved Saur aus der 12. Klasse des MGG an die Amadeu-Antonio-Stiftung. Diese gibt als Hauptzweck die Stärkung der Zivilgesellschaft gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus an. Dazu unterstützt sie, nach eigenen Angaben, über 1200 lokale Initiativen und Projekte in Jugendkultur, Schulen, Opferschutz, Flüchtlingsinitiativen oder Demokratieprojekte finanziell, durch Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und kommunale Netzwerke. Ferner unterstützt sie Hilfsangebote für Aussteiger aus der Neonazi-Szene.

Für Arved Saur ist es wichtig, dass nicht nur am Tag des Sponsorenlaufes den Mitmenschen Respekt gezollt wird, sondern das ganze Jahr über, wie er seinen Vorschlag, dieser Organisation einen Teil des Geldes zu spenden, begründete.