Horb a. N.

Activ-Arkaden: Stadt widerspricht Bericht

von (sb)

Horb. Wie wirkt sich das neue Einkaufszentrum auf den Einzelhandel der Innenstadt aus? Eine in Ausarbeitung befindliche Studie, über die in einer nichtöffentlichen Gemeinderatssitzung beraten wurde, soll dazu Daten liefern.

Die Stadtverwaltung widerspricht der Einschätzung aus unserem Bericht "Erhoffte Belebung bleibt bislang aus" vom 8. August, nach der das Einkaufszentrum keinen Einfluss auf den Kernstadthandel hat. Die Information stammte aus Quellen, die Teile der Aussagen aus der Sitzung wiedergegeben hatten. Laut Stadtverwaltung handelt es sich dabei aber um "Fehlinformationen und Gerüchte". Bei der Studie handle es sich auch nicht, wie berichtet, um eine Geheim-Studie. Dazu die Verwaltung: "Stadtverwaltung und Gemeinderat haben sich gemeinsam dazu entschlossen, das Einzelhandelskonzept fortzuschreiben. Um die Grundlagen dieser Fortschreibung vorzubesprechen, haben die Mitglieder des Gemeinderats zusammen mit dem beauftragten Büro Dr. Acocella in Klausuratmosphäre kürzlich beraten. Vorausgegangen war eine öffentliche Ankündigung der Passantenbefragung – auch im Schwarzwälder Boten am 12. Oktober 2017 – sowie eine Ankündigung der Händlerbefragung gegenüber den Einzelhändlern.

Ein Zwischenbericht wurde auch bereits der Arbeitsgruppe, die aus Vertretern der Händlerschaft und Mitgliedern von Horb Aktiv besteht, vorgestellt. Von einer Geheim-Studie kann also in keinem Fall die Rede sein. Selbstverständlich werden, wie in der Vergangenheit auch, Gutachten öffentlich vorgestellt, sobald Ergebnisse aufgearbeitet und die Gutachten erstellt sind."

Die Behauptung, dass das Einkaufszentrum den Kernstadthandel nicht belebe, ist laut Stadtverwaltung falsch. "Dies vor allem, weil der erste Schritt der Erhebung in Form einer Passantenbefragung noch vor Eröffnung des Einkaufszentrums stattfand. Dies wurde bewusst gewählt, um bei einer späteren Befragung eine Vergleichsgrundlage zu haben. Dass das Einkaufszentrum vor seiner Eröffnung keine signifikanten Auswirkungen auf den Einzelhandel der Kernstadt entfaltete, dürfte für jedermann nachvollziehbar sein. Dass die tatsächlichen Auswirkungen auf den Handel erst mittelfristig feststellbar sein werden, bestätigen auch Fachleute wie Doktor Acocella, und das sollte jedem einleuchten."

Die im Artikel zitierte angebliche Kernaussage der Studie, dass das Einkaufszentrum "null Einfluss" auf den Kernstadthandel habe, sei "an keiner Stelle zu entnehmen und entbehrt jeder Grundlage".

Abschließend teilt die Stadt mit: "Hinsichtlich der Schlussfolgerungen aus den Erhebungen beziehungsweise des Umgangs mit der Sortimentsbeschränkungen auf dem Hohenberg und dem Schutz des bestehenden Einzelhandels in der unteren Kernstadt bleiben die weiteren Beratungen im Gemeinderat abzuwarten."