Hofstetten

Stark ersatzgeschwächt

von Werner Bauer

Es wird Zeit, dass sich der Sportclub Hofstetten in die Winterpause verabschieden darf, doch der vorletzte Spieltag in diesem Jahr führt die Elf von Martin Leukel zu dem sehr starken Aufsteiger TSV Loffenau.

SAMSTAG, 14.30 UHR

TSV Loffenau – SC Hofstetten. Zeit für die Winterpause deshalb, weil die Hiobsbotschaften für den Hofstetter Trainer einfach nicht abreißen wollen Nach Michael Krämer (Leistenprobleme) und Mathias Schilli (Jochbein) musste auch Marc Hengstler letzte Woche gegen den FV Langenwinkel passen, er war im Training umgeknickt – Verdacht auf Bänderriss. Auch Jonas Krämer, der an Grippe erkrankt war, musste seinem Team eine Absage erteilen. Mit Timo Kinast und Michael Kern, die frühestens in der Rückrunde wieder mit dem Training beginnen können, hat der Sportclub sechs Ausfälle zu beklagen, eine halbe Mannschaft.

Und dennoch steht der Verbandsliga-Absteiger auf Rang drei der Liga, mit Blickkontakt nach ganz oben. Und damit diese gute Ausgangsposition erhalten bleibt, muss der Sportclub beim TSV Loffenau gewinnen. Die Gastgeber waren bis zur Vorrunde ein unbeschriebenes Blatt für Hofstetten. Loffenaus Spielertrainer Patrick Ebner hatte sich mit seinem Team als Vizemeister in der Relegation mit 3:3 und 0:0 gegen den FV Sulz durchgesetzt ud spielt somit erstmals in der Landesliga und das recht erfolgreich.

Erst am letzten Spieltag hat der Neuling durch ein 3:0-Sieg beim starken FV Schutterwald aufhorchen lassen und steht derzeit im gesicherten Mittelfeld der Liga. Bei der TSV-Premiere in Hofstetten sahen über 250 Zuschauer fünf Tore und zwei Lattenknaller des Sportclubs im Hofstetter Waldsee-Stadion beim 3:2-Sieg des Gastgebers. Das Ergebnis täuschte damals über den wahren Spielverlauf, denn die Elf von Martin Leukel hatte beinahe Chancen für zwei Siege. Der TSV schien nach dem 0:3-Gegentreffer schon geschlagen, doch Tobias Skubaz erzielte wie aus dem Nichts den Anschluss. Die Elf von Martin Leukel, die damals in Bestbesetzung auflief, ließ sich aber nicht beirren und spielte weitehin nach vorne. In der 86. Minute scheiterte SC-Kapitän Nico Obert mit einem Freistoß am Lattenkreuz. Es hätte zu diesem Zeitpunkt auch 6:2 oder 7:2 für den SCH stehen können. Ein Schönheitsfehler war der Loffenauer 2:3-Anschlusstreffer in der Nachspielzeit durch Marco Lumpp.

Loffenau hatte dadurch die Niederlage in Grenzen gehalten, was der Elf auch am Samstag Mut geben wird. Für den SC ist es wichtig nicht in Rückstand zu geraten und aus einer sicheren Abwehr mit einem schnellem Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen. Die Hofstetter Mannschaft hat gegen Langenwinkel kämpferisch alles gegeben und sich als tolle Einheit präsentiert. Wer beim TSV letztlich auflaufen wird, entscheidet sich erst nach dem Abschlusstraining.