Hofstetten

Narrenzunft zeichnet äußerst engagierte "Macherin" aus

von Schwarzwälder Bote

Hofstetten (stö). Die Hofstetter Narrenzunft hat mit Alexandra Singler ihr erstes Ehrenmitglied. Im Rahmen der Hauptversammlung wurde die Ehefrau von Narren-Vorstand Hans-Peter Singler aus dem Vorstand verabschiedet und für ihre Verdienste um die Zunft geehrt.

"Du bist seit der ersten Minute mit dabei, vieles läuft im Hintergrund, ohne deine Unterstützung könnte ich niemals das sein, was ich bin", leitete Hans-Peter Singler die Verabschiedung ein. Bereits bei den ersten Überlegungen sei sie involviert gewesen und habe die Zunft-Gründung entscheidend vorangetrieben.

Den Höllenhund habe sie als kleinen Hinweis in der Welschensteinacher Ortschronik gefunden, die Geschichte recherchiert und zum Wahrzeichen der Hofstetter Zunft gemacht. Sie habe die ersten Logos entworfen, Veranstaltungsplakate und Urkunden angefertigt und wäre bei fast allen Zunft-Aktivitäten dabei gewesen. "Ihren ursprünglichen Part als Chronistin hatte sie aus zeitlichen Gründen ruhen lassen, nach Beendigung der Vorstandstätigkeit wird sie diesen Posten wieder übernehmen", erklärte Singler.

Nach Beendigung der Feuerwehrbälle habe sie das Schnurren im Dorf belebt, sämtliche Arbeitspläne der Zunft ausgearbeitet und 2009 mit den Schatzsucherinnen ihrem Ritter eine neue Fasentfigur in der Zunft etabliert. Der Kindernachmittag am Fastnachtsdienstag sei auf ihre Initiative hin entstanden und auch die Beteiligung am Hofstetter Sommerspaß habe maßgeblich in Alexandra Singlers Händen gelegen. "Es ist eine besondere Geschichte, die du in 25 Jahren geschrieben hast", betonte der Zunftvorstand und ernannte sie zum ersten Ehrenmitglied. Seitens der Narren gab es sehr großen Applaus, am Ende saß keiner mehr auf seinem Stuhl.

Dass postwendend der Zunft-Chef selbst geehrt wurde, verschlug ihm fast die Sprache. Sein Stellvertreter Jochen Neumaier betonte: "25 Jahre Narrenzunft heißt auch 25 Jahre Vorstand Hansi." Von ursprünglich 14 Gründungsmitgliedern habe er die Zunft auf 253 Aktive und 110 passive Mitglieder ausgebaut. Er habe die Dorf-Fasent eingeführt, den Narrenkeller gebaut, mit den Simsegräbslern und den Schatzsucherinnen zwei neue Gruppen eingeführt, zwei erfolgreiche Narrentreffen geplant und ausgerichtet sowie den Zunftball nach 22 Jahren erfolgreich in die Höllen-Nacht überführt.

"Die Konstante: Hans-Peter und Alexandra Singler; ohne euch würde es die Zunft in dem Umfang nicht geben", betonte Neumaier.

Bürgermeister Martin Aßmuth bedankte sich für das Engagement "vieler hunderter und tausender Stunden im Ehrenamt". Als langjähriger Weggefährte bedankte sich Achim Schwendemann stellvertretend und befand: "Es war nicht immer leicht, was gelaufen ist."

Und der Vorstand selbst? Der gab sich bescheiden: "Ich mache es, weil ich es gerne mache."