Hofstetten

Jubiläum ist ein "Mammut-Projekt"

von Christine Störr

Vor den Hofstetter Alt-Steig-Hexen liegt eine Fastnacht mit besonderem Höhepunkt: Sie werden elf Jahre alt. Am Samstag, 2. Februar, wird auf dem Henry-Heller-Platz unterhalb des Rathauses groß gefeiert.

Hofstetten. Bei der Hauptversammlung wurden mit Alina Baumann und Sabrina Perrone zwei neue Hexen vorgestellt, außerdem gibt es drei neue Kinder-Hexen.

Der grobe Ablauf des Jubiläums steht mit Besen-Stellen durch eine befreundete Zunft, Fackelumzug mit 25 Zünften, Zunftmeisterempfang und großer Party fest. Insgesamt hätten sich bereits 33 Gast-Zünfte angemeldet. "Wir rechnen mit etwa 1000 Hästrägern", informierte Oberhexe Tobias Uhl.

Die Öffnung des Narrendorfs ist auf 18 Uhr festgelegt, das Festende werde pünktlich um drei Uhr morgens sein und außerdem werde für Jugendliche im Alter von weniger als 18 Jahren mit dem Party-Pass gearbeitet.

Zwei Festzelte, drei Guggenmusiken, neun Tanzgruppen

Drei Guggenmusiken und neun Tanzgruppen werden für Unterhaltung sorgen. Neben zwei großen Festzelten wird es einen Verpflegungs-Stand im Außenbereich des Festgeländes geben.

"Dafür werden wir bei der Fasent-Eröffnung am 18. Januar dieses Mal kein Bewirtungszelt anbieten und im Narrenkeller bei der Narrenzunft feiern", erklärte Uhl. Denn eine Woche später, am 26. Januar, beginnen bereits die Aufbauarbeiten zum Jubiläum. "Das wird ein Mammut-Projekt, bei dem alle dabei sein müssen", appellierte der Vorstand an die aktiven Hexen. Derzeit zählt die Zunft 70 Aktive, 25 Passive und 22 Kinder zu ihren Mitgliedern. Bei der Vorstellung des Narrenfahrplans wurde klar: Die inoffizielle Fastnachts-Eröffnung wurde beim Jubiläum der Simsegräbsler gefeiert.

Neben Terminen in der näheren Umgebung wie beispielsweise dem Jubiläum der Mühlenbacher Rabenhexen, dem Lumpenball der Haslacher Gischt-Geischt-Hexen oder dem Fastnachts-Umzug in Steinach gibt es auch im Dorf einige Veranstaltungen mit den Alt-Steig-Hexen. Dazu gehören das Schnurren, die Gestaltung des Schmutzigen Donnerstags oder die Kinderfasent samt Hexen-Verbrennung. Darüber hinaus werden auswärtige Zünfte besucht. Insgesamt wird bei elf Terminen gemeinsam mit dem Bus gefahren. Außerdem stehen mit der Bewirtung der SC-Weihnachtsfeier, dem Dorf zieren und dem Aufräumen am Aschermittwoch weitere Arbeitseinsätze ins Haus.

Der Entschluss zur Gründung einer eigenen Zunft fiel bereits an der Fastnacht 2007. Tobias Uhl suchte damals mit engagierten Mitstreitern nach einer Sage oder Geschichte von Hofstetten, die sich mit einer Hexe in Verbindung bringen ließ. Ohne Erfolg. Es habe nur fest gestanden, dass auf der alten Handelsstraße zwischen Hofstetten und dem Elztal (Alt-Steig) eine Frau ihr Unwesen getrieben haben soll und dort öfter gesehen worden war. Also wurde die Hexenzunft ohne passende Sage, aber mit dem Namen der alten Handelsstraße gegründet: Die Alt-Steig-Hexe wurde im März 2008 zur neuen Narrenfigur in Hofstetten.