Hechingen

Kreisklinik: Ostflügel abgerissen

von Klaus Stopper

Hechingen - Ungewohnte Aussichten bietet derzeit die ehemalige Hechinger Kreisklinik in doppelter Hinsicht. Der Ostflügel ist abgerissen, und plötzlich ist der Blick frei auf die Burg. Aber auch die Umbaupläne stimmen optimistisch.

Bald wird man hier mit dem Bus direkt vor den Haupteingang fahren können, die bislang im Container untergebrachte Apotheke Prowald wird auf einem Teil des aktuellen Abbruchgeländes auf eigene Kosten einen Anbau erstellen, 50 neue Parkplätze und überdachte Fahrradabstellplätze werden geschaffen, ebenso eine E-Tankstelle, und das gesamte Außengelände wird modern gestaltet.

Begonnen hat der Umbau der ehemaligen Kreisklinik zum "Gesundheitszentrum Fürstengarten" bereits vor sieben Jahren. Bis alles mal fertig ist, wird der Landkreis über 15 Millionen Euro in die Umgestaltung investiert haben. Anfang 2020 sollen die aktuellen Arbeiten abgeschlossen sein.

Cafeteria beim ehemaligen Foyer

Der Teil der Klinik, der stehen bleiben wird, ist mittlerweile im Innern topmodern umgestaltet. Mehrere Ärzte und Gesundheitsdienstleister haben hier Praxen eröffnet. Es könnten noch mehr sein, aber die Stadt Hechingen hat Einspruch eingelegt, dass noch mehr Mediziner aus der Kernstadt in dieses Gebäude abwandern. Denn Praxen bringen durch die vielen Patienten, die sie behandeln, auch Leben in eine Stadt.

Im Innern der Klinik wird nun beim ehemaligen Foyer eine Cafeteria eingerichtet, wo künftig Snacks und warme Speisen angeboten werden. Nachfrage dürfte alleine schon durch die Beschäftigten im Zentrum am Fürstengarten vorhanden sein. Etwa 250 Arbeitsplätze sind dort vorhanden, rechnet der Landkreis vor. Die Patienten und sonstigen Besucher kämen noch dazu.

Auch die Heizungsanlage des Komplexes wird von Grund auf erneuert. Brennstoff sind künftig Holzpellets. Ein wirksamer Beitrag zur Vermeidung von klimaschädlichen Treibhausgasen.