Hechingen

Doppel-Gehweg in Kurve gewünscht

von Klaus Stopper

Die Tübinger Straße von der Bahnhofstraße hoch zum künftigen Baugebiet Killberg soll ausgebaut werden. Bei der Vorstellung des Konzepts im Bauausschuss des Gemeinderats wurde vor allem über den Gehweg in der engen Kurve gesprochen.

Hechingen. Das Planungsbüro Kölz schlug hier einen Gehweg nur für die außen liegende Straßenseite vor, da sonst die Gefahr bestehe, dass in der unübersichtlichen Kurve Fußgänger die Straßenseite wechseln. Almut Petersen (Bunte Liste) kritisierte die Lösung jedoch, da Fußgänger so gezwungen wären, mehrfach die Straße zu überqueren. Rolf Ege (Freie Wähler) gab zu bedenken, dass die Erfahrung zeige, dass sich Fußgänger in solchen Situationen Trampelpfade schaffen. Auch Roger Braun (SPD) zeigte Sympathie für den beidseitigen Gehweg in der Kurve, ebenso der designierte Bürgermeister Philipp Hahn. Da dies im Ausschuss allgemeine Stimmung zu sein schien, wurde das Büro beauftragt, hier noch einmal eine Änderung zu versuchen.

Ansonsten stieß das Konzept, das Anregungen von Anwohnern und aus dem Gemeinderat aufgenommen hat, weitgehend auf Zustimmung. Da auf einige Bäume verzichtet wurde, stehen nun 58 statt den zunächst geplanten 38 Parkplätzen parallel zu Straße zur Verfügung.

Von Lutz Beck (CDU) zwar kritisiert, fand auch der Einbau mehrer Engstellen allgemeine Zustimmung. Sie sollen den Verkehr auf die geforderten 30 Stundenkilometer herunterbremsen aber dennoch ein gleichzeitiges Passieren von zwei Autos ermöglichen. An zwei dieser Engstellen wird für Fußgänger ein Überweg geschaffen, der allerdings kein Zebrastreifen sein wird.

Andreas Weber, Verkehrsspezialist des Büros Weber, erklärte das so, dass für Zebrastreifen weder die erforderliche Zahl von Fußgängern noch von Autos erreicht werde. Die Verkehrsführung sei stattdessen so gedacht, dass Fußgänger – wie in Wohngebieten üblich – an allen Stellen die Straße überqueren können sollten.

Aufgenommen wurde zudem die Anregung von Stefan Löffler, die seitlichen Parkplätze 2,20 Meter statt zwei Meter breit zu machen. Nun werden erneut die Anregungen in eine weitere Planvariante eingearbeitet. Zeit dafür habe man noch, erklärte Philipp Hahn, da Baubeginn wohl erst im Herbst nächsten Jahres wäre.

Straße soll fertig sein, bevor Verkehr durch Killberg IV beginnt

Auf jeden Fall sollte die Straße fertig sein, bevor der einmal erwartete Verkehr vom neuen Baugebiet am Killberg hier durchrauscht. Dass für schwere Baulaster dann kein Durchkommen sein soll, machte der Gemeinderat deutlich. Eine Beschränkung auf Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen wird allseits gewünscht.

Unklar ist derzeit noch, wie die optimale Verbindung des neuen Baugebiets zum Bahnhof aussehen kann. Da sicher viele Pendler in Richtung Tübingen am Killberg wohnen werden, könnte ein hoher Bedarf bestehen. Der Umweg unter der Eisenbahnbrücke durch dürfte für Fußgänger aber eventuell demotivierend sein. So wurde angeregt, über eine Unter- oder Überquerung auf dem Bahngelände nachzudenken.