Hechingen

Bequemeres Parkhaus wäre möglich

von Klaus Stopper

Hechingen - Das Neustraßen-Parkhaus kann nicht erweitert werden, lässt sich aber für 1,2 Millionen Euro bequemer befahrbar machen. Für ein Parkhaus neben der Stadthalle hat Architekt Thilo Sprenger dem Gemeinderat ein Konzept vorgelegt.

Bisherige und neu gewählte Räte, Bürgermeister Philipp Hahn, Stadtbaumeisterin Helga Monauni – eine illustre Runde traf sich zum Ortstermin an den beiden Stellen, die für die Parkplatzversorgung nach der Obertorplatzgestaltung Bedeutung haben könnten.

Im Neustraßen-Parkhaus gab es da gleich eine klare Ansage: Ein Erweiterungsbau am Bauamt entlang ist auf absehbare Zeit nicht realisierbar, weil die EJL, der das dafür nötige Grundstück gehört, keinerlei Verkaufsbereitschaft zeigt. Man wisse noch nicht, was man mit dem Areal insgesamt anfangen wolle und wolle sich keine Chancen verbauen, so die EJL.

Immerhin: Ein Architekt eines auf Großparkanlagen spezialisierten Büros erklärte den Räten, dass die engen und gewundenen Betonröhren im bestehenden Parkhaus problemlos durch breitere Auf- und Abfahrten ersetzt werden könnten. Kostenpunkt: 1,2 Millionen Euro. "Das müssen wir wohl machen", war von einigen Räten zu hören, denn derzeit stehe das Parkhaus zu oft leer. Andere meinten, dass sich das Parkhaus auch so füllen wird, wenn erst mal der Obertorplatz als Parkfläche wegfällt. Entschieden wurde beim Ortstermin natürlich nichts.

Dann ging es zum Parkplatz neben der Stadthalle Museum, wo Thilo Sprenger den Entwurf des Hechinger Architekturbüros Sprenger für eine Tiefgarage unter der Fläche des heutigen Parkplatzes und Spielplatzes vorstellte. Etwa 45 Plätze könnten dort entstehen zum Preis von etwa 36 000 Euro pro Platz. Zum Vergleich: Ein Platz in der Obertorplatz-Tiefgarage hätte 60 000 Euro gekostet. Deshalb wurde dieses Projekt vom Gemeinderat ja auch aufgegeben. Das Besondere an dem Entwurf: Das Parkgelände würde hinterher fast genauso aussehen wie bisher. Der Spielplatz würde während der Bauzeit demontiert, hinterher wieder aufgestellt. Verbessert werden könnte im Zug der Baumaßnahme der Eingangsbereich zur Stadthalle, wo bislang eine Mauer und Gewächse den Blick in Richtung Park versperren.

Spannend für die Räte war auch die Aussage von Philipp Hahn, dass es drei private Interessenten für die Orangerie gibt. Genaues darf er noch nicht sagen. Gut wäre das aber, weil das Denkmalamt bei einem Tiefgaragenbau die Auflage macht, dass ein Sanierungskonzept für die Orangerie erstellt werden müsste.

Wie die Stimmung im Rat zu diesen Projekten ist, war am Dienstag nicht klar auszumachen. Es hatte den Anschein, dass die Verbesserung des Neustraßen-Parkhauses und der Bau der Museum-Tiefgarage nicht von vorne herein von einer Mehrheit ausgeschlossen werden.