Heavy-Metal-Festival in Wacken

Nach der Dröhnung kehrt wieder Ruhe ein

von SIR/dpa

Schluss nach drei Tagen volle Dröhnung beim wohl größten Heavy-Metal-Festival der Welt: Wacken fällt so langsam zurück in den Dornröschenschlaf - bis zum nächsten Jahr. Die Veranstalter haben bereits erste Bands für 2015 bekanntgegeben.

Wacken - Das nach Veranstalterangaben weltgrößte Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken ist zu Ende gegangen. Aus den Riesenboxen auf dem 220 Hektar großen Festivalgelände des Wacken Open Air wummerten am frühen Sonntagmorgen die letzten Klänge. Danach verließen die Metalheads, wie die Fans genannt werden, die große Wiese vor den beiden Hauptbühnen. Musikalische Höhepunkte am Samstagabend waren die Auftritte der Schwermetaller von Kreator und Megadeth. Die beiden Festivalgründer Thomas Jensen und Holger Hübner zeigten sich zufrieden mit der Jubiläumsveranstaltung. „Ich habe ein paar megageile Shows gesehen“, sagte Jensen am Samstagabend. Hübner pflichtete ihm bei: „Wetter gut, alles gut.“

Für das 26. Wacken Open Air im kommenden Jahr kündigten die Veranstalter bereits eine Reihe von Bands an: So sollen unter anderem Savatage, In Extremo, U.D.O. und auch Running Wild in Wacken spielen.

Polizei zieht positives Fazit

Die große Rückreisewelle nach der gerade zu Ende gegangenen Ausgabe wird an diesem Sonntag erwartet. Insgesamt hatten die Organisatoren 75.000 Tickets verkauft. Das Festival war zum neunten Mal in Folge ausverkauft.

Die Polizei zog am Samstagabend ein positives vorläufiges Fazit. Sie rechnete damit, dass die Zahl der Straftaten unter dem Vorjahresniveau liegt. Wie friedlich dieses Festival ist, belegt die vergleichsweise niedrige Zahl der Körperverletzungen. Bis Samstagnachmittag hatte die Polizei in lediglich neun entsprechenden Fällen ermittelt.

Begonnen hatte das Spektakel am Donnerstag mit Gigs von Saxon und Accept. Einer der musikalischen Höhepunkte war der Auftritt der britischen Metal-Legenden von Motörhead. Vergangenes Jahr hatte die Combo ihr Konzert nach 30 Minuten abgebrochen. Grund waren gesundheitliche Probleme des nicht minder legendären Frontmanns Lemmy Kilmister. Dieses Jahr hielt Lemmy zur Freude von Zehntausenden Fans die volle Distanz aus und bekam für einen Song sogar die Unterstützung einer deutschen Metal-Queen. Doro Pesch sang mit Kilmister den Motörhead-Song „Make my day“ im Duett.