Hausach

"Publikum im Kinzigtal ist besonders"

von Schwarzwälder Bote

Hausach. "Flow – Leidenschaft Mountainbike" hat die Eventreihe "Kinzigtal weltweit" vorerst geendet. Mit dem Schwabo sprach Veranstalter Michale Hoyer über die vergangene Saison und über seine Ideen für die kommende.

Herr Hoyer, im Vergleich zu anderen Saisons: Wie erfolgreich war die vergangene?

Sie war gut. Ich freue mich wirklich, dass wir im Kinzigtal sind. Wir haben ja noch zwei andere Reihen und das ist kein Lippenbekenntnis: Das Publikum im Kinzigtal ist besonders. Besonders interessiert, besonders freundlich, besonders treu. Wir bekommen ganz viel mündliches Feedback, aber pro Veranstaltung auch fünf bis sieben E-Mails. Manchmal geht es nur um solche Dinge wie die Raumtemperatur, aber manche sagen auch, dass die Bildqualität besonders gut war oder ihnen die Story unterhaltsam war. Bei dem "Flow"-Vortrag haben viele geschrieben, dass sie ihn sehr inspirierend fanden. Von den Zahlen her war diese Saison absolut vergleichbar mit den vergangenen. Wir sind auf einem hohen, guten Niveau. Ein bisschen überrascht waren wir von "Wandern in Deutschland". Dieser Vortrag war nicht so gut besucht.

Welche Veranstaltungen waren denn besser besucht?

Der Norwegen-Vortrag lief am besten. Und der über die Anden war auch sehr beliebt. Ich kenne die Themen und weiß ein bisschen, wie die Menschen so ticken. Meistens behalte ich Recht und manchmal auch nicht. Wie gesagt, wir waren überrascht, dass "Wandern in Deutschland" nicht so gut ankam. Er ist gut gemacht und als wir ihn vor zwei Jahren in Villingen hatten, war er ausverkauft.

Sehen Sie Trends, was den Kinzigtälern besonders gut gefällt?

Wir haben das nächste Mal ein absolutes Topthema, und zwar Thomas Huber von den "Huberbuam". Wer sich für Klettern interessiert, kennt sie. Sie werden wir im kommenden Oktober dabei haben. Da bin ich sicher, dass das ein Riesenhit wird, auch weil Thomas Huber einen neuen Vortrag hält. Dieser nennt sich "Steinzeit" und hat nichts mit der Epoche Steinzeit zu tun, sondern mit Klettern. Aber wir werden auch wieder viele schöne Fern- und Nahreise-Themen dabei haben. Das ist ein Garant für volle Säle, so wie es jetzt Namibia, die Anden und Norwegen waren. Das sind Reiseziele, die jeder besuchen kann und viele immer besonders interessant finden.

Den Kinzigtälern gefallen also Vorträge über Länder, zu denen sie gerne selber reisen würden?

Ja, aber das ist nicht nur bei den Kinzigtälern so. Das sehen wir auch bei unseren anderen Reihen.

"Kinzigtal weltweit" entführte die Zuhörer bisher meistens in exotische, atemberaubende und ferne Länder. Mit "Flow", der schon fast philosophische Ansätze hatte, waren diesmal auch ganz andere Arten von Vorträgen dabei. Wird sich dieser Trend fortsetzen?

Bei einer Reihe muss es so sein, dass man nicht nur Reisevorträge hat, sondern auch ein paar inhaltliche und visuelle Ausnahmen dabei sind. So wird das auch bei Thomas Huber sein. Hier handelt es sich um keinen Vortrag, bei dem es um schöne Berge geht, die man sich anschauen kann. Das ist einer von den tiefgründigen Beiträgen, bei denen jede Menge Adrenalin produziert werden wird. Huber ist einer von den ganz große Free- und Speedclimbern. Ja, dieser Trend wird sich also fortsetzen. "Flow" war ein schöner Auftakt. Ich glaube, dass das den Nerv des Publikums genau so treffen wird wie die Reisevorträge. Ob das in jeder Saison sein wird, weiß ich noch nicht, das hängt auch von der Marktlage ab.

Haben Sie neben dem Vortrag von Thomas Huber schon Ideen für die kommende Saison und wenn ja, in welche Richtung gehen diese?

Ich habe noch nicht so wirklich etwas, das spruchreif ist. Aber ich würde mich sehr freuen, wenn ich einen Vortrag über die Kanarischen Inseln in die Reihe integrieren könnte. Und sonst werden viele Fernreiseziele dabei sein, vielleicht etwas über Südamerika. Aber wir sind noch mit den einzelnen Referenten im Gespräch. Die Fragen stellte Charlotte Reinhard.

Thomas Huber ist ein deutscher Bergsteiger und Bergführer. Als passionierter Bergwanderer nahm sein Vater schon früh seine Kinder Thomas und Alexander auf Bergtouren mit. Thomas und sein jüngerer Bruder Alexander machten sich später einen Namen als Extrembergsteiger. Ihren Spitznamen "Huberbuam" aus Kindertagen griffen sie wieder auf, um ihrer gemeinsamen Internetseite einen einprägsamen Namen zu geben. Thomas Huber klettert seit seinem zehnten Lebensjahr. Er hat Sport- und BWL studiert und ist seit 1992 staatlich geprüfter Berg- und Skiführer.