Haslach i. K.

Brauchbare "Altlasten" erhalten eine zweite Chance

von (red/lmk)

Haslach - Der traditionelle Warentauschtag findet am kommenden Samstag, 13. Oktober, wieder vor der Haslacher Markthalle statt, bei schlechtem Wetter in der Markthalle selbst.

Über das Prozedere informiert die Stadt Haslach in einer Pressemitteilung: "Von 13 bis 14.45 Uhr kann dort Brauchbares angeliefert werden, ab 15 Uhr sind dann die ›Holer‹ am Zug. Nach dem Einlass darf jeder stöbern und mitnehmen, was er tragen kann, am Ausgang bezahlt er dafür die symbolische Summe von zwei Euro." Der Einlass für die Kinder ist hinter der Markthalle, die Erwachsenen stellen sich direkt an der Vorderseite auf.

Der Haslacher Verein "Kiebitz" organisiert den Warentatauschtag und stellt mehr als 100 Biertischgarnituren zur Präsentation der Ware auf. Der Kinderbereich wird, wie seit einigen Tauschtagen üblich, mit Extraeingang an der Rückseite der Markthalle sein.

Die Zufahrt erfolgt ausschließlich über den Strickerweg und das Sportzentrum, eine Einfahrt über das "Schwimmbadeck" ist nicht möglich.

Für die Bewirtung zeichnet ein anderer Haslacher Verein verantwortlich: "Kaleb", der mit dem Erlös das "Bethlehem Nachtlager" für Straßenkinder in Kambodscha unterstützt. Viele leckere Kuchen und ausgezeichneter Kaffee warten auf hungrige Warentauscher.

Der Erlös aus den symbolischen zwei Euro Mitnahmegebühr dient ebenfalls einem guten Zweck: dieses Mal geht er zur Hälfte an "Kaleb", denn der Verein benötigt dringend Geld für die Anschaffung von Betten, Schränken, Fahrrädern und Helmen für die Kinder ihrer "Familienzellen". Die andere Hälfte geht an die Albert-Schweizer-Stiftung. Diese ist eine deutschlandweit tätige Tierschutz-Organisation, die sich insbesondere für die Abschaffung der Massentierhaltung einsetzt.

Die Organisatoren bitten darum, dass das Motto "Brauchbares bringen und holen" unbedingt beachtet werden möge, denn es kommt immer wieder vor, dass schlichtweg Unbrauchbares angeliefert wird. "Die Warentauschtage sind keine Müllentsorgung, sondern ein wertvoller Beitrag zu Umweltschutz und Kulturerhalt", stellt der Veranstalter klar. Müllansammlungen an der Markthalle machen den Verantwortlichen viel Ärger, deshalb werden im Vorfeld Kontrollfahrten zur Markthalle gemacht. Auch gute Ware soll nicht Tage zuvor abgestellt werden, denn das führte oft zu Zerstörungen im Vorfeld.