Haslach i. K.

Aufträge sorgen für Gesprächsstoff

von Lisa Kleinberger

Die Gewerke für drei Baumaßnahmen hat der Gemeinderat von Haslach am Dienstagabend vergeben. Ausführung und Kosten sorgten für einige Nachfragen seitens des Gremiums.

Haslach. Die Außenanlagen des Alfred-Behr-Hauses (ABH), eine Hofzufahrt und eine Regenwasserkanalisation – so unterschiedlich die anstehenden Arbeiten sind, so hatten sie doch eines gemeinsam: Das Haslacher Gremium hatte in allen Fällen noch Informationsbedarf.

Die Außenanlagen am ABH verteuern sich deutlich. Während das Büro Harter und Kanzler in seiner Kostenermittlung von 17 850 Euro ausgegangen war, führt der günstigste Bieter (Firma Hansmann, Haslach) sie nun für 29 803 Euro aus. Damit liegen sie fast 12 000 Euro über Plan. In der Kostenermittlung sei unter anderem nicht beachtet worden, dass eine zusätzliche Treppe an der Nordseite angebaut werden müsse, führte Stadtbaumeister Roland Wacker aus. Lars Giesler (FW) wollte wissen, ob nicht vorher hätte klar sein müssen, dass ein so wichtiges Element wie eine Treppe angebaut werden müsse. "Seitens des Planungsbüros war es das offensichtlich nicht", sagte Wacker. Trotz Kritik daran, dass die Mehrkosten "jetzt halt einfach geschluckt werden müssen", beschloss das Gremium einstimmig, den Auftrag zu vergeben.

Beim nächsten Tagesordnungspunkt, der Sanierung der Hofzufahrt zur Talstraße 41 und des Gehwegbelags der Tannenstraße, konnte Andreas Isenmann (CDU) sich dann einen Seitenhieb auf die Kostenerhöhung nicht verkneifen: "Da sehen wir: Man kann auch richtig rechnen", kommentierte er die Tatsache, dass die günstigste Firma bei ihrem Angebot (93 099,53 Euro, Huber Straßenbau, Gengenbach) knapp unter den vom Stadtbauamt berechneten 94 372,95 Euro blieb. Er fragte, wann die Maßnahme beginnen könne. "Die Firma steht in den Startlöchern", sagte Manfred Schöner vom Stadtbauamt. Der Gemeinderat vergab die Arbeiten einstimmig an die Firma Huber.

Die Regenwasserkanalisation "Sommerhalde" am Schänzle muss erneuert werden. Wie Schöner erläuterte, ist der Sommerhaldenbach ab Höhe des Reiterhofs verdolt. Auf einer Länge von etwa 230 Metern muss diese Verdolung ausgetauscht werden, die Firma Eble (Haslach) war mit rund 122 550 Euro der günstigste Bieter.

Herbert Himmelsbach (SPD) hakte wegen der Angebotssumme nach, die ihm sehr hoch erschien. "Das ist wegen der Länge und Tiefe des Kanals nicht machbar", erklärte Schöner. Günstiger wäre gewesen, den Kanal offen zu lassen. Allerdings verläuft er auf dem Grundstück der Anlieger, und diese hätten sich dazu nicht bereit erklärt. Auch der Ratsbeschluss, den Auftrag an die Firma Eble zu vergeben, fiel einstimmig.