Handball

HBW schrammt an Überraschung vorbei

von Thomas Hauschel

Hauchdünn an einer faustdicken Überraschung vorbei geschrammt ist Handball-Zweitligist HBW Balingen-Weilstetten am Freitagabend zum Auftakt des 35. Esslinger Marktplatzturniers um den Reichsstadtpokal: Die "Gallier von der Alb" führten gegen den Titelverteidiger und amtierenden EHF-Pokalsieger Füchse Berlin zur Halbzeit mit 15:13 und mussten sich am Ende nur mit 28:29 geschlagen geben.

Das Team von HBW-Trainer Jens Bürkle hielt gegen den Bundesligisten der in der Vorsaison Rang drei belegte, in der ersten Halbzeit sehr gut mit und schaffte es Mitte der ersten Hälfte sogar beim Stand von 12:8, 13:9 und 15:11 auf vier Treffer abzusetzen. Zwar kamen die Füchse kurz vor dem Pausenpfiff auf 13:15 heran, doch unmittelbar nach Wiederanpfiff gelang dem HBW das 16:13, und diesen Drei-Tore-Vorsprung hielt Balingen-Weilstetten in der Anfangsphase der zweiten Hälfte.

"Aber dann haben wir ein paar Fehler gemacht und zwei Siebenmeter verworfen", sagt HBW-Geschäftsführer. Die Füchse nutzten dies, glichen zum 20:20 aus und erspielten sich in der Folge beim 26:22 einen Vier-Tore-Vorsprung. Aber die "Gallier von der Alb" zeigten Moral, kämpften sich wieder Tor um Tor heran und glichen kurz vor Spielende zum 28:28. Berlin ging mit 29:28 erneut in Führung, doch der letzte Wurf und damit die Chance zum Ausgleich gehörte dem HBW; Jona Schoch zog aus dem Rückraum ab, doch sein Wurf blieb in der Berlinger Deckung hängen. So blieb es beim 28:29.

"Das war eine starke Leistung. Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Die Mannschaft ist ja noch nicht so lange wieder im Training; es ist alles okay", sagt Strobel, dem besonders imponierte, "dass sich die Jungs nach dem Rückstand in der zweiten Hälfte noch mal rangekämpft haben, und auch dass die Last auf alle Schultern verteilt wurde."

Im zweiten Spiel des Esslinger Marktplatzturniers trifft der HBW am heutigen Samstag um 13.15 Uhr auf den Bundesligisten TVB 1898 Stuttgart, der sein Auftaktspiel gegen den VfL Gummersbach mit 24:35 verlor.