Handball

HBW: Aufstieg in Stückchen

von Ulrich Mußler

Wohl jeder in den Reihen des HBW Balingen-Weilstetten verfolgte am Samstag das Heimspiel des HSC 2000 Coburg gegen den ASV Hamm-Westfalen online. Als das Resultat feststand, wurden die Party beim Zweitliga-Spitzenreiter eingeleitet.

"Ich war mit meiner Familie zu Hause, bei uns sind einige Medien parallel gelaufen. Schließlich wurde auch das Finale im DFB-Pokal übertragen", sagt HBW-Geschäftsführer Wolfgang Strobel. Als Coburgs Niederlage gegen Hamm (23:32) feststand, war der HBW aufgestiegen. Klar, dass dieses Ereignis keiner alleine genießen wollte. "Ich habe mich mit Trainer Jens Bürkle in einem Lokal getroffen, die Mannschaft ist danach auch hinzugekommen", sagt Strobel. "Die Stimmung war schon unheimlich losgelöst, aber es wurde auch viel miteinander über die Saison gesprochen. Wir sind ja nicht mit einer Aktion aufgestiegen, sondern eher stückchenweise", so der Geschäftsführer.

Die Vorentscheidung sei mit dem 32:25-Heimsieg gegen TuSEM Essen vor gut einer Woche gefallen, am Freitag nach dem Abpfiff in Emsdetten – der HBW gewann mit 27:23 – der Aufstieg emotional gefühlt und nach der Coburger Niederlage schließlich perfekt gewesen. "Wir haben in bester Stimmung viele Dinge Revue passieren lassen, und sind natürlich glücklich, dass wir all das gemeinsam geschafft haben", sagt Strobel. Trainer Jens Bürkle erinnerte sich an einen der Tiefpunkte zurück der gleichzeitig einen Wendepunkt darstellte. "Die 33:37-Heimniederlage gegen Hagen in der vergangenen Saison. Die hat sehr weh getan, uns aber auch die Klarheit verschafft, auf welche Leute wir künftig zählen können."

Natürlich will der HBW Balingen-Weilstetten den Erfolg gemeinsam mit seinen Fans feiern. Wann und wo steht jedoch noch nicht fest – entweder im Rahmen des letzten Heimspiels am kommenden Samstag gegen den VfL Eintracht Hagen (Anpfiff: 18 Uhr) oder am Sonntag nach dem Saison-Finale, das der HBW am 8. Juni auswärts beim TV Großwallstadt (18 Uhr, Untermainhalle Elsenfeld) bestreitet.