Haiterbach

Sonderübungen sind sehr beliebt

von Tillmann Braun

Bei der Hauptversammlung der Alterswehr Haiterbach bekam man wieder einen Einblick in die gewachsene Kameradschaft, die auch nach der aktiven Zeit in der Feuerwehr nicht vorbei geht.

Haiterbach. Zu den wichtigsten Aufgaben der Alterswehr gehört es, die Kameradschaft und Freundschaft aufrecht zu erhalten, die über Jahrzehnte in der Feuerwehr aufgebaut wurde. Unter der Führung von Hans Schwab und Albert Gutekunst fällt der Alterswehr stetig etwas ein, was die sie mit ihren 40 Mitgliedern gemeinsam unternehmen könnte. Die guten Beziehungen der Mitglieder und das hohe Ansehen der Feuerwehr im Allgemeinen verhelfen der Abteilung auch zu Betriebsbesichtigungen und Führungen, die es in dieser Form ansonsten nicht gibt und die somit alles andere als selbstverständlich sind.

Die attraktiven Angebote für Lehrfahrten und Ausflüge, scherzhaft als Sonderübungen bezeichnet, lassen sich die Mitglieder daher auch nicht entgehen, was statistisch zu einer Rekordbeteiligung von 70 Prozent führt.

Auch andere Feuerwehren der Umgebung schließen sich der Abteilung Haiterbach gerne an und so war es Bürgermeister Andreas Hölzlberger in seinem Grußwort auch eine besondere Freude die Kameraden aus Egenhausen und Rohrdorf bei der Hauptversammlung der Alterswehr Haiterbach zu begrüßen. Zur Freude der Anwesenden sprach Hölzlberger über eine Art Überlandbrandhilfe am Ausbildungsstützpunkt in Haiterbach.

Die einstimmige Entlastung des neuen Kassenwarts Reinhold Hölzle, der im vergangenen Jahr die Finanzen von Kurt Schuler übernommen hatte, wurde angesichts der von zwei Kassenprüfern bestätigten makellosen Buchführung gerne zur Nebensache der Versammlung.

Ein Höhepunkt der Hauptversammlung der Alterswehr waren die Grußworte des Ehrengastes Heinz Umbeer, Kreisobmann der Alterswehren, der seit Jahren eine enge Freundschaft zu den Kameraden in Haiterbach pflegt und trotz der langen Anreise gerne in die Kuckucksstadt kommt. In persönlichen Worten berichtete er vom Verlust zweier Kameraden im vergangenen Jahr, der für ihn und seine Kameraden nicht einfach war.

Doch mit dem Blick nach vorne stellte Heinz Umbeer neue Ideen und Angeboten für Ausflüge auf Kreisebene vor, die auf viel Zustimmung und Interesse stießen.

Immer, wenn Volker Renz als Kommandant vor den erfahrenen Kameraden der Alterswehr redet, wird Klartext gesprochen. In nur wenigen Minuten verschaffte Renz den Anwesenden einen umfassenden und tiefen Überblick in die aktuelle Lage der Feuerwehr, die Einsätze, die Tagesverfügbarkeit und den Ausbildungsstand – und sparte dabei nicht mit Anekdoten aus den Einsätzen des vergangenen Feuerwehrjahres. Schwerpunkt seiner jüngsten Rede war ein Einblick in den Feuerwehrbedarfsplan bis 2021.

Dazu gehörte unter anderem, welche Fahrzeuge wann und wie ersetzt werden müssen und welche Ausrüstung für künftige Einsätze benötigt wird. Wohlwissend, dass viele der Anwesenden von Wärmebildkameras, spezieller Schutzkleidung der Atemschutzträger und einem überall zuverlässig funktionierenden (digitalen) Funk während ihrer jahrzehntelangen Dienstzeit in der Feuerwehr nicht zu träumen gewagt hätten.

Den vielleicht wichtigsten Satz des Abends trug Schriftführer Klaus-Dieter Müller aus dem Protokoll des Vorjahres vor, denn er zitierte: "Die gewachsene Kameradschaft endet nicht mit der Dienstzeit."