Haiterbach

Pregizerhaus wird zur Großbaustelle

von Uwe Priestersbach

Der Bau von Legostädten liegt gerade voll im Trend: Und so verwandelte sich am Wochenende auch das Haiterbacher Pregizerhaus in eine Großbaustelle mit fast 250 000 Legosteinen.

Haiterbach. "Das macht den Kindern einfach Spaß – und mir auch", erklärte Jürgen Kraft. Und so verfügt der Sozialarbeiter der Bruderhaus-Diakonie zwischenzeitlich über eine Viertelmillion Legosteine, nachdem er 2011 die ersten Kisten bei Ebay ersteigert hatte.

50 Kinder beteiligten sich an dem gemeinsamen Projekt von Mehrgenerationenhaus und Evangelischer Kirchengemeinde und schlüpften in die Rolle kleiner Baumeister. So entstand eine imposante Legostadt, die nach dem Familiengottesdienst am Sonntag feierlich eröffnet wurde. "Jede Stadt sieht anders aus", meinte Kraft und freute sich über die große Fantasie, mit der die Kinder zu Werke gingen.

Doch auf dem Programm standen ebenso Stationenspiele im Freien auf der Wiese hinter dem Gemeindehaus. "Die Kinder brauchen auch frische Luft, Bewegung und sollen auch die Weite hier sehen", erklärte Jürgen Kraft, während sich die Teilnehmer austoben konnten.

Von einer "tollen Aktion", sprach der Haiterbacher Pfarrer Albrecht Bahret, der sich vor allem auch über die Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus freute. Dies war das erste größere Gemeinschaftsprojekt.

Während dem Bau der Legostadt und beim Familiengottesdienst vermittelte Pfarrer Bahret auch Verbindungen zwischen Bibel und Stadtbau – so die biblische Geschichte vom Bau der Stadtmauer in Jerusalem.

Wie Gerlinde Unger, Projektleiterin des Haiterbacher Mehrgenerationenhaus, am Rande des Geschehens mitteilte, war man über ein Werkstattprojekt auf die Idee gekommen, mal eine Lego­stadt zu bauen – und das in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde. Vom Ergebnis zeigte sie sich total beeindruckt, denn "es macht Spaß und die Kinder sind eifrig und mit vielen Ideen dabei". Und so kann sie sich eine Neuauflage der Aktion gut vorstellen. Gerlinde Unger dankte den 20 ehrenamtlichen Helfern, ohne die so ein Projekt nicht möglich wäre. Doch auch ansonsten "haben wir ganz viel Unterstützung bekommen", freute sie sich.