Haigerloch

Zusammenarbeit klappt sehr gut

von Edgar Pfeffer

Haigerloch-Stetten. Den Ernstfall probten am Samstagabend die im Löschzug Süd zusammengefassten Feuerwehrabteilungen aus Stetten, Gruol und Owingen. Als Übungsprojekt diente das Fabrikgebäude von Ivo Lavetti in der Salinenstraße.

Kurz nach 18 Uhr am Samstagabend heulte in Stetten die Sirene, aber es bestand kein Grund zur Panik: Die Stettener Wehrmänner wurden zu einer Übung gerufen. Im Fabrikgebäude von Ivo Lavetti, so die Übungsidee, war bei Reinigungsarbeiten im Putzraum eine Verpuffung entstanden, wobei zwei Personen in dem Raum eingeschlossen wurden.

Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Feuerwehr Stetten Verstärkung brauchte und deshalb rückten auch die beiden Abteilungen aus Gruol und Owingen an. Mit von der Partie war zudem das Drehleiterfahrzeug der Kernstadtwehr Haigerloch. Insgesamt waren also 30 Feuerwehrmänner und –frauen sowie fünf Fahrzeuge im Einsatz.

Zur Befreiung der beiden Personen aus dem Putzraum und zur Brandbekämpfung im Innern des Gebäudes wurden insgesamt acht Atemschutzträger von den Abteilungen Stetten und Gruol eingesetzt. Die eigentliche Wasserversorgung baute die Abteilung Owingen auf. Mit ihrer TS8-Pumpe nutzte sie dafür das Wasser aus der nahe vorbeifließenden Eyach.

Eine 160 Meter lange Schlauchleitung zum Brandort speiste zudem die Drehleiter. Somit konnte der fiktive Gebäudebrand auch von oben herab aus gelöscht werden.

Um die Übung zu erschweren, simulierte ein Atemschutzträger einen verstauchten Fuß, so dass sich die Wehrleute auch noch um einen verletzten Kameraden zu kümmern hatte.

Trotz des regnerischen Wetters verfolgten einige Zuschauer die Übung, darunter Ortsvorsteher Konrad Wiget. Er betonte, dass es wichtig sei, wenn an solchen Gebäuden immer wieder der Ernstfall geprobt werden könne. Insgesamt verlief die Übung zur Zufriedenheit der Verantwortlichen.