Gutach

Rauschende Party und viele strahlende Sieger

von Karin Wurth

Ein roter Teppich für die Gäste und das hochkarätige Starterfeld sowie ein rotes Sofa für die führenden Kunstradfahrer waren optisches Symbol der dritten German Masters. Auch sonst zeigte sich der Gutacher Radsportverein am Wochenende als vorbildlicher Gastgeber.

Gutach. Viele Gäste und Sportler aus nah und fern lobten die vorzügliche Bewirtung und Gastlichkeit im Gutachtal. Und das, obwohl der RSV mit rund neun Wochen eine sehr knappe Vorbereitungszeit hatte.

Tickerfee Carolin Huber, die extra aus Dachau angereist war, verkündete auf Facebook: "Es wurden gerüchteweise Kuchenstücke gesichtet, die fast so groß waren wie ihre Besitzer!" Allerdings waren das nicht die einzigen guten Nachrichten, die sie ins Netz stellte.

Eine Internetverbindung kam nämlich erst mit ihrem privaten Smartphone zustande, nachdem der WLAN-Zugang über ihren Laptop überhaupt nicht funktionierte, weil kein Empfang zustande kam.

Den ganzen Wettkampftag über tippte sie dann ihre Kommentare mit ihren Daumen ein. Respekt vor dieser Leistung, denn jeder Sportler bekam einen kurzen Text mit Ergebnis bei "HallenRadSport.de" in Echtzeit eingestellt.

Das "Funkloch" Liebich-Sporthalle war aber das einzige Malheur, was der RSV Gutach nicht ändern konnte. Ansonsten waren die Gäste über die gelungene Organisation dieser herausragenden Sportveranstaltung begeistert.

Illustre Gäste

Der Präsident des Bund Deutscher Radfahrer (BDR), Harry Bodmer, war beim Finale dabei und strahlte mit den Siegern um die Wette.

Auch der achtfache Weltmeister David Schnabel mischte sich schon tagsüber unters Publikum. Seit dem sozialen Engagement in der Reha-Klinik Tannheim vor einem halben Jahr, für das der RSV Gutach mit dem Bronze-Stern bei "Sterne des Sports" ausgezeichnet wurde, besteht über die Initiatorin Lisa Schwendemann noch immer ein herzlicher Kontakt. 16 Patienten und Betreuer verfolgten gebannt mit den etwa 500 Zuschauern die Abendveranstaltung.

Der beschauliche Schwarzwald war für manchen Städter beeindruckend ruhig. Deshalb suchten einige die Gutacher Rodelbahn auf, wo angeblich die Drittplatzierte im Einer Kunstradfahren, Maren Haase vom RV Blitz Hoffnungsthal, die 44 Stundenkilometer-Geschwindigkeitsmarke mit dem Rodelschlitten knackte.

Sogar die Gastronomie stellte sich auf die kalorienhungrigen Sportler ein und bot Freitagabend auf einer Tafel vor der Wirtschaft "Spaghetti Bolognese" an.

Schon Wochen zuvor wurden die Betten in den Übernachtungsbetrieben im Gutachtal und in der Umgebung gebucht. Denn für viele war es klar, dass sie die rauschende Abschlussparty zum Ende dieser Wettkampfserie nicht verpassen wollten. Spektakuläre Lichteffekte im künstlichen Nebel sorgten im Foyer der Liebich-Sporthalle nach dem Finale für die richtige Party-Stimmung. Die Fete genossen die außer Rand und Band geratenen Sportler bis früh in den Sonntagmorgen hinein.

Nur Ruhm und Ehre

Denn neben Spaß und Freundschaften innerhalb der Kunstradfamilie ist bei diesem Randsport hauptsächlich Ruhm und Ehre zu bekommen. Die zur Siegerehrung übergebene Prämie deckt nicht einmal die Unkosten, die dieser Sport mit sich bringt.

Das Vorstandsteam des RSV, mit Martin Geiler und Melanie Stevens an der Spitze, bereitete diese Veranstaltung bestens vor.

Großes Helferteam

Die 40 Helfer vom RSV bekamen am Abend von der Trachtenkapelle Gutach Unterstützung, für die der RSV sehr dankbar war. Besonders die drei Bollenhutmädchen, welche die Sportler am Abend zur Siegerehrung führten, waren für die Gäste die Attraktion. Neben vielen Sponsoren, die dem Verein bei dieser Veranstaltung finanziell unter die Arme griffen, hatte auch die Gemeinde Gutach ihren Anteil.

Denn nach der Begrüßung durch Bürgermeister Siegfried Eckert überreichte dieser dem RSV ein neues Kunstrad. Die Probefahrt mit dem neuen Sportgerät durch den RSV Vorsitzenden Martin Geiler, vor versammeltem, fachkundigen Publikum, wurde auf einen Zeitpunkt verschoben, wenn es in der Liebich-Sporthalle wieder etwas ruhiger zugeht.