Gutach

"Lebenslanges Lernen ist wichtig"

von Charlotte Reinhard

Die Hauptversammlung der Gutacher Landfrauen stand ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums. So wurden die Gründungsmitglieder für ihre entsprechend lange Zugehörigkeit zum Verein geehrt. Außerdem schieden langjährige Mitglieder aus dem Vorstand aus.

Gutach. Vorsitzende Bärbel Wöhrle erinnerte am Freitagabend in ihrem Bericht zunächst an die insgesamt 61 Veranstaltungen im vergangenen Jahr. Bis zum aktuellen Zeitpunkt hatte der Verein außerdem acht Neuzugänge zu verzeichnen sowie einen Austritt aus Altersgründen und ein Mitglied verstarb.

Insgesamt gibt es demnach momentan 143 Landfrauen. "Ein Dorf ohne Landfrauen ist wie eine Rose ohne Duft", meinte die Präsidentin des Landfrauenverbands in ihren Grußworten und lobte die Ortsgruppe als "lebendigen, attraktiven Verein".

"Bei allem, was ihr tut, ist die Lust, Landfrau zu sein, deutlich zu spüren", sagte sie. Diese sei 1992 auch der Auslöser gewesen, dass einige Frauen sich zusammentaten, um den Gutacher Verein zu gründen. Bis heute hätten sich drei Schwerpunkte ihrer Arbeit herauskristallisiert: Lebenslanges Lernen in der Form von Weiterbildung, ehrenamtliches Engagement und politische Interessenvertretung.

So hätten die Landfrauen im Zuge der Bundestagswahl mehrere Forderungen für die Region, die sie in einem Flyer zusammengefasst haben. Dazu gehören unter anderem welche für den Breitbandausbau, die Gesundheits- und Altersversorgung und die nach der gleichen Entlohnung für gleiche Arbeit.

Bezirksvorsitzende Gabi Haas gratulierte zur "silbernen Hochzeit" des Vereins. "Seit 25 Jahren bildet ihr euch mit Begeisterung fort", lobte sie und betonte: "Stillstehen bedeutet für euch Rückschritt." In Bezug darauf lud sie am 9. Juli unter dem Motto "Stimmgewaltig mittendrin" zu einer bildungspolitischen Wanderung mit einer anschließenden Diskussion in der Festhalle ein.

"Was haben wir vor 25 Jahren nur ohne die Landfrauen gemacht?", fragte sich Vereinsvertreter Werner Hillmann. Damit nahm er Bezug auf die verlässliche Unterstützung des Vereins bei Veranstaltungen aller Art.

Das sei es, was die Dorfgemeinschaft ausmache, meinte er und lobte die Vernetzung untereinander. Für die anstehenden Neuwahlen wurde Gabi Haas als Wahlleiterin auserkoren. Der Satzung nach wurden sie geheim ausgeführt. Vorsitzende Bärbel Wöhrle stellte sie erneut zur Wahl, gab aber bekannt, dass die kommenden drei Jahren ihre letzten sein würden und sie danach nicht mehr zur Verfügung stehe. Sie wurde einstimmig wiedergewählt.

Ihre Stellvertreterin Elfriede Moser trat nach 25 Jahren in diesem Amt nicht mehr an. Als ihre Nachfolgerin wurde Bettina Breithaupt mit einer Enthaltung gewählt. Auch Kassiererin Gerlinde Aberle gab ihr Amt nach 25 Jahren ab. Neue Kassiererin wurde Ellen Neise-Scharff. Als ihre Stellvertreterin wurde Sabine Mai-Birzenberer gewählt. Erika Lehmann bleibt Schriftführerin. Beisitzerinnen wurden Brigitte Hippler, Angelika Moser und Christine Haas.

Anschließend standen Ehrungen auf dem Programm. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins wurden die Mitglieder geehrt, die 1992 die Ortsgruppe gründeten.

Von ihnen sind heute noch 17 dabei. 15 weitere traten dem Verein im gleichen Jahr bei. Wir werden in der nächsten Ausgabe darüber berichten.