Gutach/Hornberg

Bislang kein Chaos wegen B 33-Sperrung

von Lena Weimer

Gutach/Hornberg - Wie ist die Sperrung der Gutacher Ortsdurchfahrt bisher angelaufen? Unsere Redaktion hat sich in Gutach und Hornberg umgehört

Das zunächst erwartete Verkehrschaos ist während der ersten beiden Tage wohl ausgeblieben. Die Bürgermeister: Aus Sicht von Gutachs Bürgermeister Siegfried Eckert sei bisher in der Gutacher Ortsdurchfahrt "von Chaos nichts zu spüren". Die Bevölkerung sei rechtzeitig über das Regierungspräsidium, durch die Gemeinde oder die Medien über die Baustelle informiert worden. "Mein Kompliment an die Verkehrsteilnehmer, die sich auf die eingerichtete Umfahrung eingestellt haben und sich daran halten", sagte Eckert. Auch von der Baufirma Knäble habe er positive Rückmeldungen erhalten. Der Schwerlastverkehr halte sich überwiegend an die Umleitungen zur A 81 via Schramberg.

Hornbergs Bürgermeister Siegfried Scheffold berichtete, dass er, obwohl mehr Verkehrsteilnehmer über den Fohrenbühl fahren würden, in der Innenstadt bisher kein höheres Verkehrsaufkommen merken würde. "Viele Pendler reisen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an", informierte er. Auch einige Rathausmitarbeiter nutzen den Bahnverkehr und steigen in Hornberg anschließend auf das Fahrrad um. Die Züge werden daher stärker als sonst genutzt, aber bisher soll es noch nicht zur Überfüllung gekommen sein. "Wenn das so ist, setzen wir uns auf jeden Fall mit den Verkehrsgesellschaften in Verbindung." Die Firma: Lieferanten und Mitarbeiter der Firma Schondelmaier Presswerk, die täglich aus Richtung Offenburg nach Gutach pendeln, sind unmittelbar von der Sperrung betroffen. Wie Geschäftsführer Joachim Schondelmaier erklärte, seien am Montag nur wenige Lastwagen durch den Ort gefahren. Zwar gebe es ab Haslach zahlreiche Hinweise auf die Sperrung, jedoch habe das Navigationssystem "Google Maps" die Sperrung noch nicht eingetragen, sodass gerade weit angereiste Lieferanten von der zusätzlichen Fahrzeit überrascht seien. Mitarbeiter würden, so Schondelmaier, derzeit rege den öffentlichen Personennahverkehr. Einige kommen nun auch mit dem Fahrrad zur Arbeit. Die Freilichtbühne: Die Freilichtbühne Hornberg sorgt sich aufgrund der Sperrung über sinkende Zuschauerzahlen während der Spielsaison, die am Samstag, 29. Juni, beginnt (wir berichteten). Wie Thomas Bossert, Vorsitzender des Historischen Vereins berichtete, gebe es einen Effekt auf den Vorverkauf. "Wir hatten beim hauptbetroffenen Stück ›Heidi‹ bisher Stornierungen in Höhe von zwei bis drei Prozent des bis dato reservierten Kartenkontingents. Über die Höhe der Dunkelziffer tappen wir aber leider im Dunkeln", so Bossert.

Zum Glück sei die grundlegende Nachfrage nach "Heidi‹ ungebrochen sehr stark, sodass diese Lücken bereits wieder gefüllt wären, teilt der Vorsitzende mit.