Grömbach

Ein Meilenstein für die Gemeinde

von Doris Sannert

"Aus eins mach zwei" hieß es am Wochenende in Grömbach. Mit dem neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 10 und dem Mannschaftstransportwagen besitzt die Gemeinde nun erstmals zwei Feuerwehrfahrzeuge.

Grömbach. Drei Tage lang feierte die Feuerwehr Grömbach die Übergabe der beiden Fahrzeuge, die das 34 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug LF 8 ersetzen. Knapp 400 000 Euro hat sich die Gemeinde die Aufrüstung ihrer Feuerwehr kosten lassen. Rund 100 000 Euro erhielt sie für die Anschaffung der beiden Fahrzeuge als Zuschuss vom Land.

Bereits am Freitagabend hatte die Wehr ins Festzelt vor dem Feuerwehrhaus zu Musik mit DJ Danny, zu Cocktails, Handvesper und in die Bar eingeladen. Tags darauf sollte die Fahrzeugübergabe eigentlich im Freien stattfinden. Alle drei Feuerwehrautos standen hübsch aufgereiht bereit. Doch kurz vor dem Festakt setzte der Regen ein, und so hieß Bürgermeister Armin Pioch die Ehrengäste und die zahlreichen Besucher im Festzelt willkommen. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Posaunenchor Grömbach/Wörnersberg.

Neben dem Parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel (CDU) waren Bürgermeister Dieter Bischoff aus Pfalzgrafenweiler und Garrweilers Ortsvorsteher Helmut Tausch der Einladung gefolgt, wie auch Grömbacher Gemeinderäte, Kreisbrandmeister Frank Jahraus, der stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Franz Wittich, sowie Feuerwehrleute und -kommandanten benachbarter Wehren und eine Delegation der Feuerwehr aus der polnischen Partnergemeinde des Landkreises Freudenstadt, Tomaszow-Lubelski.

Ziel sei es, den Feuerwehrleuten in Grömbach "die größtmögliche Effizienz und Schlagkraft und die bestmögliche Sicherheit" zu gewähren, betonte der Bürgermeister in seiner Festrede. Mit dem alten Fahrzeug sei dies nicht mehr möglich gewesen. Der Kauf von gleich zwei Fahrzeugen sei für eine kleine Gemeinde wie Grömbach "ein Meilenstein", sagte Pioch und sprach von einer technischen, organisatorischen wie finanziellen Herausforderung. In Zeiten, in denen es immer schwieriger werde, junge Menschen für den Dienst in der Feuerwehr zu begeistern und die Tagesverfügbarkeit immer weiter zurückgehe, leiste ein Fahrzeug wie das HLF 10 wichtige Dienste. Denn es benötige dank seiner technischen Ausstattung weniger Personal, das mit weniger Handgriffen mehr Effizienz erreichen könne.

"Wir haben uns die letzten Wochen mächtig ins Zeug gelegt, um diesen Anlass an drei Tagen gebührend zu feiern", erklärte Grömbachs Feuerwehrkommandant Martin Mast, der die Gäste einlud, nach der Fahrzeugübergabe mit der Grömbacher Wehr noch weiterzufeiern. Sein Dank richtete sich an die vielen Helfer beim Fest sowie an Gemeinderat und Bürgermeister, die Kommandanten der Nachbarwehren, an das Organisationsteam und seinen Stellvertreter Chris Zahn. Sie alle hätten bei der Auswahl der neuen Feuerwehrfahrzeuge und deren Beschaffung geholfen.

Es sei immer besser zu handeln, bevor die Katastrophe eintritt, so Hans-Joachim Fuchtel, der die Investition in Feuerwehr und Organisationen des Katastrophenschutzes als "eine sehr gute Sache" bezeichnete. Eine Freiwillige Feuerwehr zu haben, sei keine Selbstverständlichkeit, berichtete er von seinen Reisen. "Hier ist es Tradition, und unsere Aufgabe ist es, dass diese Tradition erhalten werden kann."

Zwei gebackene Schlüssel und Geschenke

Kreisbrandmeister Jahraus machte deutlich, dass die Fahrzeuge der Bevölkerung von Grömbach und nicht den Feuerwehrleuten gehören. Sie seien ein Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung in Grömbach und der Umgebung. Er hoffe, dass es mit ihnen gelingen möge, Einwohner zu gewinnen, die sich zum Wohl des Nächsten einsetzen möchten. "Ich bin überzeugt und ich weiß, die Feuerwehr Grömbach wird die Bevölkerung und die Verwaltung nicht enttäuschen und die Fahrzeuge pfleglich behandeln."

Bevor der Bürgermeister symbolisch zwei gebackene Schlüssel an die Feuerwehr überreichte, gab es für die Grömbacher Wehr noch Geschenke – von der Dorfgemeinschaft, von der Feuerwehr Wörnersberg und von der polnischen Delegation.

Danach wurde ausgiebig weitergefeiert. Am Abend sorgten "Die Achertäler" für Stimmung im Zelt. Tags darauf lud die Grömbacher Feuerwehr, die bei der Bewirtung tatkräftig von der Feuerwehr Wörnersberg und der Altensteiger Abteilungswehr Garrweiler unterstützt wurde, zu Frühschoppen und Weißwurstfrühstück, zu Klängen des Musikvereins Besenfeld, zu einem Mittagstisch mit Floriansteller sowie zu Kaffee, Kuchen und einem kühlenden Eis ein.