Gechingen

Verfrühte Osterüberraschung löst große Freude aus

von Marion Selent-Witowski

Gechingen. Über ein verfrühtes Ostergeschenk freuen sich die Mitglieder des Gechinger Arbeitskreises (AK) Heimatgeschichte: Beim diesjährigen Wettbewerb "Heimatmuseum hat Zukunft" des Arbeitskreises Heimatpflege im Regierungsbezirk Karlsruhe ­wurde der Appeleshof mit einem der drei Anerkennungspreis ausgezeichnet. Dieser ist mit 1500 Euro dotiert.

Auch das Hardtmuseum Durmersheim im Kreis Rastatt und das Museum im Alten Rathaus Wiesental im Kreis Karlsruhe wird dieser Anerkennungspreis zuteil. Den Hauptpreis hat das Museum Geiserschmiede Bühlertal zugesprochen bekommen. Die Jury begründete ihre Wahl damit, "dass diese Häuser mit nur wenig Unterstützung Beachtliches leisten und dabei auch noch auf kontinuierliche qualitative Entwicklung achten". Die Einrichtungen würden sowohl die Vielgestaltigkeit als auch den unterschiedlichen Entwicklungsstand der Heimatmuseumsszene repräsentieren. Die Anerkennungspreise sollen den von ihnen eingeschlagenen neuen Weg honorieren. Der Appeleshof mache seine Bildungsarbeit "durch einen raschen Wechsel temporärer Themenausstellungen, durch erlebnisorientierte Kostümführungen und eine engagierte inhaltliche Vermittlungsarbeit attraktiv", heißt es von der Jury.

Durch einen Anruf des Schwarzwälder Boten erfuhr AK-Vorsitzender Norbert Jensen von der Prämierung und freute sich riesig: "Mit der Bewerbung haben wir uns viel Mühe gegeben und unser Konzept ausführlich anhand eines mehrteiligen Fragenkatalogs erläutert. Das haben wir uns verdient!". Man bemühe sich, ein lebendiges Museum zu sein, in dem nicht Technik oder Schautafeln, sondern AK-Mitglieder die Exponate erklären. Besonders beliebt seien die Kinderführungen, "bei denen die Jungen und Mädchen Ausstellungsgegenstände auch anfassen dürfen". Die jungen Besucher dürfen beispielsweise historische Feuerwehrhelme aufsetzen oder die im Appeleshof gezeigten Kirchen­glocken spielen.

Als neulich der Frühjahrsputz im Heimatmuseum anstand, hatte sich im Rahmen des Wettbewerbs eine zehnköpfige Bewertungskommission im Appeleshof umgesehen. "So wussten wir, dass wir in der engeren Auswahl sind", so Jensen. Zur Verwendung des Preisgelds sagte er: "Wir wollen die Halogen- gegen LED-Lampen austauschen, weil LED weniger Wärme als Halogen abgibt und dadurch die Brandgefahr minimiert werden kann".