Fußball

VfB Bösingen hält eine Stunde gut dagegen

von Reiner Neff

VfB Bösingen - SSV Ulm 0:4 (0:1). Auch wenn der VfB Bösingen deutlich mit 0:4 gegen den Regionalligisten SSV Ulm in der 3. Runde des WFV-Pokals verloren hat, herrschte große Einigkeit: Mannschaft und Verein haben sich von ihrer besten Seite gezeigt.

Obwohl die Gäste durchweg zu einer optischen Überlegenheit kamen, tat sich der SSV Ulm lange Zeit schwer, gegen die in der Defensive aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber die entscheidenden Lücken zu finden. Oftmals fehlte es dem SSV Ulm auch an der nötigen Präzision beim Abschluss. Der VfB kam im ersten Durchgang zwar nur zu zwei Tormöglichkeiten, doch die waren so hochkarätig, dass man sogar hätte in Führung gehen können.

Knapp 1000 Zuschauer sahen von Beginn an eine intensiv geführte Partie, bei der die Profis aus Ulm konzentriert zu Werke gingen. In der 7. Minute verhinderte Sascha Vögele nach einer Flanke des agilen Angelo Rinaldi per Fußabwehr gegen SSV-Kapitän David Braig den Führungstreffer der Gäste. Auch danach machten die Gäste vor allem über die Außenbahnen Druck, doch die VfB-Abwehr stand gut, ließ nur wenig zu. Nachdem Tobias Mei (15.) einen Schuss von Rinaldi abblocken konnte, fiel in der 21. Minute der Führungstreffer für die "Spatzen".

Dabei konnte Torhüter Vögele eine scharfe Flanke von Rinaldi nicht entscheidend abwehren und Felix Higl traf aus 10 Metern. Doch Bösingen versteckte sich nicht und hatte in der 27. Minute die Riesenmöglichkeit zum Ausgleichstreffer. Nach einem genialen Zuspiel von Yannick Spät lief Marius Müller allein auf das Ulmer Tor zu, schoss aber knapp vorbei. Fast im direkten Gegenzug setzte Nicolas Jann Lukas Lämmel gut Szene, doch letzterer scheiterte an Torhüter Vögele. Auch danach hatte Ulm mehr Ballbesitz, agierte aber nicht zwingend genug.

Der VfB dagegen ackerte aufopferungsvoll und kam bis zur Pause noch zu zwei guten Möglichkeiten. Dabei scheiterte "Adi" Dobricean (38.) aus 18 Metern am aufmerksamen David Hundertmark im SSV-Tor. Sechs Minuten später legte Marius Müller für Yannick Spät auf, doch Lukas Hoffmann verhinderte auf der Torlinie mit letztem Einsatz den Ausgleichstreffer für den VfB Bösingen.

Im zweiten Spielabschnitt machte der Favorit durch Tore von David Braig (67.), Lukas Hoffmann (78.) und in der Schlussminute Haris Hyseni (90.) den Pokalerfolg dann doch deutlich.