Fußball

TSG Balingen will Trendwende schaffen

von Thomas Hauschel

TSG Balingen – Kickers Offenbach (Samstag, 14 Uhr). Seit vier Spielen sind die Fußballer des Regionalligisten TSG Balingen ohne Sieg. Gelingt Ihnen gegen den Tabellenfünften Offenbach die Trendwende?

Auf der Zielgeraden werden beim Viertliga-Neuling so langsam die Beine schwer. Dies zeigte sich auch zuletzt bei der 1:2-Niederlage im Aufsteigerduell beim FK Pirmasens, wo die TSG früh in Führung ging und eine gute erste Hälfte spielte, am Ende aber noch mit 1:2 verlor.

Die Gründe für den Substanzverlust liegen aber auf der Hand. Zum einen wurde der Kader in den vergangenen Wochen durch Verletzungen, Platzverweise und Gelb-Sperren immer wieder dezimiert, so dass der Balinger Cheftrainer Ralf Volkwein zum Improviseren gezwungen war. Zum Anderen sind die Balinger Fußballer reine Amateure, die unter der Woche einem Beruf oder einem Studium nachgehen, während die Konkurrenz fast ausschließlich über Profis verfügt, die sich nur mit Fußball beschäftigen und auch ganz andere Regenerationsmöglichkeiten haben.

Mit 37 Punkten hat sich die TSG aber bislang sensationell im "Haifischbecken der Profis" geschlagen; drei bis vier Punkte sollten aus den letzten fünf Spielen aber noch her, um auch ganz sicher in der nächsten Saison in der Regionalliga mitzumischen.

"Wir haben das Spiel in Pirmasens analysiert, die Fehler angesprochen und richten jetzt den Blick nach vorne", sagt Trainer Volkwein, "Die Niederlage war unnötig; aber wir haben es versäumt, das 2:1 zu machen. Nach der Führung war dann Pirmasens dem 3:1 näher. Wir haben nach dem Rückstand zu planlos gespielt. Da war zu merken, dass wir zu viele Ausfälle haben, die wir auf lange Sicht nicht kompensieren können."

Dennoch gilt für das Heimspiel gegen Offenbach für den Balinger die Devise: "Wir wollen wieder erfolgreich sein." Ziel müsse sein, wieder ein gutes Spiel abzuliefern und möglichst wieder zu punkten.

Der 46-Jährige weiß aber, dass keine leichte Aufgabe auf sein Team wartet. "Offenbach wird sich für die 0:4-Niederlage gegen Mannheim sicher rehabilitieren wollen. Die Kickers werden sicher nicht Balingen fahren und sich kampflos ergeben, zumal sie uns ja im Hinspiel beim 1:1 einen Punkt überlassen mussten. Aber egal gegen welchen Gegner wir spielen, für uns gilt immer das Gleiche: wir müssen an unser Limit gehen und vielleicht noch darüber hinaus. Es muss alles passen, dass wir punkten können."

Auch vor dem Spiel gegen Offenbach plagen Volkwein Personalsorgen. "Es gibt noch viele Fragezeichen; ich hoffe, dass bis Samstag, der eine oder andere zurückkommt. Aber egal, wer aufläuft; wir werden alles daran setzen, um den Kickers Paroli zu bieten."

Verzichten muss der TSG-Coach neben den Verletzten auf alle Fälle auf Kaan Akkaya, der für seine Rote Karte gegen den VfB Stuttgart II eine Sperre von sechs Spielen erhielt. Gut möglich aber, dass die TSG Einspruch gegen das Urteil einlegt. So bestünde die Möglichkeit, dass die Sperre noch reduziert wird.

Pettenkofer verlängert

Nicht nur am Samstag, sondern auch in der kommenden Saison kann Volkwein auf Marc Pettenkofer bauen. Der 25-jährige Flügelflitzer hat seinen Vertrag beim Regionalligisten verlängert. "Pette" schaffte den direkten Sprung aus der eigenen U19 in den Kader der ersten Mannschaft, wo er sich in den vergangenen Spielzeiten zu einer der Stützen des Teams entwickelte. In der aktuellen Saison bestritt er bislang 28 Regionalligaspiele, erzielte vier Tore und gab sechs Vorlagen.