Fußball

FC Fischbach: Trainer ist stolz auf seine Mannschaft

von Hans-Georg Brachat

Erstmals wieder seit der Saison 1995/96 wird A1-Meister FC Fischbach im Bezirksoberhaus spielen. "Jetzt freuen wir uns einfach auf die Bezirksliga", betonte Coach Günter Hirsch nach dem 1:1 bei der DJK Villingen II, das zum vorzeitigen Titel reichte. Wir sprachen mit dem Trainer.

Herr Hirsch, vier Spieltage vor dem Rundenende gelang bereits der große Wurf. Was sind die Gründe für diesen Erfolg des FC Fischbach?

Das Team ist einfach unglaublich zusammengewachsen. Dazu kam der Trainingsfleiß jedes Spielers. Auch die tolle Kameradschaft war ein Grund für den Titel. Jeder war für den anderen da. Die Mannschaft hat weiter gelernt, an ihre Stärken zu glauben. Für mich ist also das Team der Star. Dazu gehört auch die zweite Mannschaft, die noch Vizemeister in der Kreisliga B5 werden kann. Wir sind eben "ein FC Fischbach".

Wann hat sich der FC Fischbach denn sich so richtig mit dem Thema Aufstieg befasst?

Erst einmal ist niemand abgehoben, als wir nach dem dritten Spieltag die Tabellenführung übernommen hatten. Wir haben dann in der Vorbereitung auf die Rückrunde gut arbeiten können, was sich ausgezahlt hat. Wir sind weiter nicht – wie in den Vorjahren – eingebrochen, sondern haben eine gute Konstanz in den Leistungen gezeigt. Doch wir haben uns gesagt, dass es gilt, die drei "englischen Wochen" abzuwarten. Erst nach dem Dreier gegen den FC Weilersbach und dem Siegtor in letzter Minute beim FC Tannheim haben wir uns dann wirklich Gedanken über einen Aufstieg gemacht.

Wichtig waren die Routiniers.

Ja. Wir konnten wir uns auf erfahrene Spieler wie Kapitän Julian Stern, Fabrice Fleig, Valentin Klemann, Christian German, Gerd Müller und Dominik Link im Tor voll verlassen. Spieler wie Marvin Stern haben zudem einen großen Sprung nach vorne gemacht. Aber auch auf fünf 18-Jährige im Team zu bauen, wie zum Beispiel Lukas Zahel, hat sich voll ausgezahlt.

Kamen im Verlauf der Rückrunde auch einmal Zweifel auf?

Klar – wir hatten eine Phase, als wir kräftemäßig auf dem Zahnfleisch gingen. Aber wir haben den Jungs klar gesagt, dass sie sich nach den Niederlagen gegen Hajduk Villingen und den FC Triberg keinen Druck machen, sondern weiter von Spiel zu Spiel schauen sollen. Natürlich war das Team nun vor dem wichtigen Spiel bei der DJK Villingen II nervös. Doch das Team hat an sich geglaubt. Ich bin einfach stolz auf die Mannschaft.

Wie sehen die personellen Planungen für die kommende Runde aus?

Wir wollen den eingeschlagenen Weg, überwiegend mit jungen Spielern zu arbeiten, weitergehen. Dies ist die Philosophie des FC Fischbach. Zwei Spieler werden zum jetzigen Kader noch dazukommen. Fix ist bereits Jonas Fleig, der aus Fischbach stammt und von den A-Junioren des SV Zimmern zu uns stoßen wird.

Was erwarten Sie in der Bezirksliga?

Als Aufsteiger hoffen wir, die Klasse halten zu können. Natürlich nehmen wir die Aufstiegseuphorie mit in die neue Saison. Wir müssen uns dann schnell an die neue Klasse gewöhnen. Wir wissen, dass in dieser Liga einfach schneller agiert wird und eigene Fehler von den Gegnern konsequenter bestraft werden.