Fußball

Auf VfL Nagold wartet schwierige Hausaufgabe

von Albert M. Kraushaar

VfL Nagold – TSV Essingen (Samstag, 14.30 Uhr). Der VfL Nagold steht vor einer schwierigen Hausaufgabe. Zu Gast im Reinhold-Fleckenstein-Stadion ist am Samstag der Tabellenvierte der Verbandsliga, der TSV Essingen. Der Gegner aus dem Ostalbkreis war bei nicht wenigen Vereinsverantwortlichen schon vor der Runde ganz oben auf dem Zettel zu finden, wenn es darum ging, die Favoriten auszumachen.

Nach etwas durchwachsenem Saisonstart haben sich die Fußballer von Trainer Erdal Kalin zuletzt mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen – darunter ein 2:2 gegen die TSG Tübingen – stabilisiert. Dabei haben Fabian Weiß (2), Marc Vazquez, Stani Bergheim, Maximilian Eiselt, Serdal Kocak (2), Christian Essig (2), Josip Skrobic und Nicolai Zahner elf der insgesamt 26 Tore erzielt.

Der Tabellenvierte ist gut in Schwung

Der TSV Essingen ist offensichtlich ganz gut in Schwung, auch wenn die Abwehr wie bei der 2:4-Niederlage bei der SKV Rutesheim hin und wieder einen "löchrigen" Eindruck hinterlässt. Das belegt die Zahl von 17 Gegentoren. Zuletzt durfte auch Aufsteiger FV Löchgau bei seiner Niederlage in Essingen zweimal jubeln.

Ob es auch für den VfL Nagold endlich mal wieder Grund zum Jubel gibt, wird sich zeigen. Wenn VfL-Trainer Armin Redzepagic aus der 2:3-Niederlage beim ebenfalls abstiegsgefährdeten FC Wangen etwas Positives mitnehmen konnte, dann den Umstand, dass mit den beiden späten Treffern von Özhan Berk und Christoph Ormos die Torbilanz zum Glück nicht zu sehr unter der Niederlage gelitten hat.

Diese zeigt mit 16 "Einschlägen" immer noch einen guten Wert. Dagegen ist die Offensive mit im Schnitt lediglich einem Treffer pro Spiel auf dem Niveau von Schlusslicht SV Breuningsweiler und Mitaufsteiger FV Löchgau angekommen. "Der FC Wangen hat uns mit in den Abstiegskampf hineingezogen", stellte der Nagolder Coach nach der bitteren Niederlage im Allgäu fest und kündigte an, dass man "eine andere Platte auflegen müsse".

Gegen den TSV Essingen erwartet Armin Redzepagic, dass seine Mannschaft konsequenter agiert. Schönspielen wird jedenfalls fürs Erste auf Eis gelegt. "Die Einwechslungen haben gegen Ende des Spiels neuen Wind gebracht", stellte der VfL-Coach fest, was sicherlich die Tür für eine oder andere Überraschung in der Startelf öffnet.

Im Tor muss sich Armin Redzepagic zwischen Matthias Müller und Bubacarr Sanyang entscheiden­ – eine der wenigen Luxusprobleme, die er derzeit personell hat. Die Innenverteidigung mit Luka Silic und Nicolai Brugger steht, ebenso die Doppelsechs mit Marco Quiskamp und Christoph Ormos. Offen sind die Flanken in der Viererkette und die linke Mittelfeldposition in der VfL-Startelf. In der Offensive hingegen muss der VfL Nagold weiter von der Hoffnung leben. Luka Kravoscanec, Chris Wolfer, Elias Bürkle und Ali Karsli warten seit Wochen auf einen erfolgreichen Abschluss. Vielleicht bringt der TSV Essingen am Samstag wieder eine "löchrige" Abwehr mit.

In diesem Fall müssten dann aber auch die sich bietenden Chancen genutzt werden, unabhängig davon, ob auf Rasen – oder auf Kunstrasen gespielt wird.