Furtwangen

Hämmern, Bohren, Sägen

von Nadine Klossek

In einem Zelt auf dem Schulhof der Förderschule und in der städtischen Festhalle stellen sich heute und morgen bei der zweiten Handwerkermesse 27 Betriebe vor. Im Vorfeld gab es für das Organisationsteam jede Menge zu tun.

Furtwangen. Statt spielender Kinder, die sich vom Unterricht erholen, sah man dieser Tage auf dem Schulhof der Friedrichschule jede Menge fleißige Helfer. Bereits am Donnerstag hatten Mitarbeiter der Stadt und Mitglieder des Skiclubs Furtwangen gemeinsam ein etwa 500 Quadratmeter großes Zelt aufgebaut, in dem sich heute und morgen ein Teil der 27. Aussteller bei der zweiten Furtwanger Handwerkermesse präsentieren. Weitere Stände werden in der Festhalle aufgebaut.

Im Vergleich zur ersten Handwerkermesse, die vor fünf Jahren stattfand, ist die Anzahl "nicht wesentlich weniger, aber trotzdem eine leichte Steigerung", sagt Franz Sauter, Vorsitzender des Organisationsteams. Gemeinsam mit Iris Schirmaier, Heike Renner, Uwe Drechsler, Rudi Scherzinger und Georg Kaiser kümmerte sich Sauter wie schon 2012 um die Planung – was einiges an Zeit kostete. "Konkret sind wir am planen seit Frühsommer vergangenen Jahres", erzählt er. Alle vier Wochen habe man sich getroffen, um die weiteren Schritte durchzugehen.

"Da wir auf 2012 aufbauen konnten, hatten wir einen großen Wissenvorsprung", so der Vorsitzende. Dennoch hätten die Behörden in den vergangenen Jahren neue Vorschriften und Auflagen erlassen, sodass "gewisse Ergänzungsaufgaben" anfielen. Dreh- und Angelpunkt blieben die benötigten Genehmigungen, die letztendlich darüber entschieden, ob die Veranstaltung stattfindet.

Rund ein Jahr später ist die Handwerkermesse in trockenen Tüchern. Das Zelt wurde bereits am Donnerstag aufgestellt, gestern waren die Aussteller noch damit beschäftigt, ihre Stände aufzubauen.

Die Mehrheit von ihnen kommt aus Furtwangen, einzelne Betriebe reisen für die Handwerkermesse an – darunter ein Unternehmen aus Schönwald und eines aus Eisenbach. Laut Sauter erklärt sich das durch den Handwerkerverbund Schwarzwaldmeister, dessen elf Betriebe sich im Zelt präsentieren: "Das sind nicht nur Unternehmen hier aus der Region Furtwangen, sie gliedern sich auch ein bisschen nach außen."

Rund 10 000 Besucher im Jahr 2012

Auch der Schwarzwälder Bote und die Stadt Furtwangen sind mit einem Stand vor Ort. "Die Handwerkermesse ist ein wichitges Mittel, um die Leistungsstärke und Vielfalt des örtlichen Handwerks zu dokumentieren", sagt Schirmherr Josef Herdner. Zur starken Industrie geselle sich in Furtwangen ein ebenso leistungsstarkes Handwerk.

Bereits 2012 war die Resonanz laut Sauter "sehr gut". Rund 10  000 Interessierte besuchten während der zwei Tage die Handwerkermesse. Allerdings fand sie damals erst im Juni statt, die Temperaturen waren dementsprechend angenehm. "Dieses Jahr wird im Zelt ein Doppelboden eingezogen und das Zelt wird beheizt", sagt Sauter.

Für den Vorsitzenden ist es der perfekte Zeitpunkt, um die Messe auszurichten. "Die Situation ist momentan sehr gut, wir sind durchweg gut aufgestellt und die Auftragslage ist tendenziell gegenüber 2016 positiv zu bewerten", fasst er die Lage des regionalen Handwerks angesichts des ersten Quartals 2017 zusammen. "Man muss sich in dieser Zeit präsentieren und Werbung machen."

Bei der Messe steht für die Organisatoren nicht nur die Akquise von potenziellen Kunden und das Erhalten von Aufträgen im Fokus. Auch das Thema Nachwuchs soll gezielt beworben werden, da alle Aussteller in ihren Betrieben auch ausbilden. "Der gut ausgebildete Mitarbeiter ist unsere Zukunft", resümiert Sauter.

Ob es also in fünf Jahren erneut eine Messe geben wird? Jedes Jahr eine solche Veranstaltung zu organisieren sei zwar nicht realisierbar, so Sauter, dennoch ist er schon jetzt einer Wiederholung nicht abgeneigt: "Ich hoffe, für mich persönlich, dass wir da noch mal eine dritte Handwerkermesse inszeniert bekommen."

Weitere Informationen: Die Messe hat am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.