Furtwangen

Fotos erinnern an Meilensteine in Sachen Menschenrechte

von Schwarzwälder Bote

Furtwangen. Zum Tag der Menschenrechte am Montag, 10. Dezember, präsentiert die Amnesty-Gruppe Furtwangen eine Fotoausstellung im Kunstraum der Volkshochschule (VHS) Oberes Bregtal. Die Vernissage ist um 19 Uhr.

Alle Menschen haben die selben Rechte

Die Vereinten Nationen legten vor 70 Jahren erstmals fest, dass alle Menschen auf diesem Planeten dieselben Rechte haben. Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" war und ist noch immer revolutionär, weil ihre 30 Artikel die Grundlage für ein friedliches und faires Zusammenleben aller festlegt. Es sei nicht so, als wäre nach 1948 schlagartig alles besser geworden, stellt Amnesty fest.

Die Geschichte der Menschenrechte sei auch die Geschichte ihrer Missachtung. Fortschritt komme in Wellen, er sei nicht linear. Staaten hätten die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" zwar vor 70 Jahren erschaffen, doch es scheine, als wären sie gegenwärtig nicht sonderlich an ihrer Weiterentwicklung interessiert.

Im Gegenteil: Viele Regierungen würden sich nicht mehr an ihre Verpflichtungen in Sachen Menschenrechte gebunden fühlen. Deshalb sei das Engagement Einzelner wichtiger als je zuvor – sei es im persönlichen Umfeld oder im politischen Raum. Es lohne sich dafür einzustehen – gerade hier und heute.

Bilder setzen Schlaglichter

Die Fotoausstellung blickt auf einzelne Menschenrechte sowie Ereignisse und Persönlichkeiten, die exemplarisch für die Entwicklung in den vergangenen 70 Jahren stehen. 30 Bilder können der Komplexität dieses Themas nicht annähernd gerecht werden – sie setzen vielmehr Schlaglichter, die an Meilensteine und an Rückschläge erinnern, und auch daran, von welchen Rechten viele tagtäglich Gebrauch machen.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der VHS zu besichtigen oder nach ­Absprache mit der Furtwanger Amnesty-Gruppe.