Freudenstadt

Leichtathletikanlagen im Stadion werden saniert

von Hartmut Breitenreuter

Freudenstadt. Für drei wichtige Bauprojekte in der Stadt vergab der Gemeinderat Freudenstadt in seiner jüngsten Sitzung die Aufträge. Derzeit laufen noch die Arbeiten am ersten Bauabschnitt für die Erweiterung der Parkplätze beim Skistadion Kniebis, mit denen im November vergangenen Jahres begonnen wurde. Der zweite Abschnitt wurde im März von der Stadt ausgeschrieben. Zehn Angebote wurden angefordert, vier gingen ein.

Rudolf Müller, Leiter des Amts für Stadtentwicklung, bezeichnete es als Glücksfall, dass genau die Firma, die im Moment die Arbeiten erledigt, auch das günstigste Angebot für den zweiten Bauabschnitt abgegeben hat. In einem Gespräch habe man bereits abgeklärt, dass es nach Abschluss des ersten Abschnitts gleich mit dem zweiten weiter geht. Der Auftrag ging bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung an die Firma Waltersbacher mit einem Bruttoangebot von 356 154 Euro. Stadtrat Michael Kaltenbach (Freie Wähler) fragte in diesem Zusammenhang nach der Einführung von Parkgebühren. Das sei noch nicht entschieden, antwortete Oberbürgermeister Julian Osswald. Die Bewirtschaftung der Parkplätze solle im Zusammenhang mit den Plänen des Nationalparks erfolgen.

Das zweite wichtige Vorhaben, das in diesem Jahr umgesetzt wird, ist die Sanierung der Leichtathletikanlagen im Herman-Saam-Stadion. Das sei ein Projekt, das ihn seit elf Jahren begleite, betonte OB Julian Osswald. Die Anlagen könnten in dem Zustand nicht belassen werden, obwohl sie schon einmal saniert worden seien. Doch zehn Jahre lang habe das Geld gefehlt. Rudolf Müller erläuterte, dass auf die Ausschreibung nur zwei Angebote eingingen. Der Markt sei derzeit überlaufen. Doch die Firma Polytan aus Burgheim, die das günstigste Angebot mit 539  832 Euro abgegeben hatte, sei leistungsfähig. Die Arbeiten werden außerdem durch die Sport-Förderung des Regierungspräsidiums Karlsruhe mit 192 000 Euro gefördert.

Stadtrat Günter Braun (SPD) freute sich, dass das lange Warten auf die Sanierung vorbei ist. Noch mehr freuen würde er sich über eine zusätzliche Gerätegarage, sagte er. Auch die Tribüne des Stadions sei "nicht optimal". Jetzt müsse man zunächst mal mit der Sanierung der roten Beläge im Stadion zufrieden sein, merkte OB Osswald an.

Für 509 737 Euro wurde die Sanierung des ersten Bauab schnitts der Rappenstraße bis zur Einmündung des Wölperwiesenwegs an die Firma Strabag vergeben. Die Straße habe durch den Umleitungsverkehr im vergangenen Jahr stark gelitten, bemerkte der Oberbürgermeister. Im oberen Bereich werde wegen der Anbindung des Wohnquartiers Rappenpark die Einbahnregelung der Straße aufgehoben. Rudolf Müller ergänzte, dass nur ein Angebot eingegangen sei, doch die Preise seien auskömmlich. Die Baufirma, die derzeit auch an der Stuttgarter Straße arbeitet, habe zugesagt, dass für die Maßnahme Rappenstraße im Juli Kapazitäten frei werden und die Baustelle in der Innenstadt nicht darunter leidet.

Für die Gehwege habe man sich für einen Asphaltbelag entschieden, da die Pflasterung über 70 000 Euro mehr kosten würde. Stadtrat Hermann John (Freie Wähler) war auch gegen Pflastersteine, da sie im Winter sehr glatt seien. Das zeige sich jedes Jahr am Übergang über die Rappenstraße an der Einmündung des Wölperwiesenwegs.