Freudenstadt

Kein WLAN im neuen Freibad

von Hartmut Breitenreuter

Freudenstadt - Ein kostenloses WLAN sollte es im neuen Freibad in Freudenstadt geben. Die CDU hatte dies für den Haushalt 2018 beantragt und bei der Stadtverwaltung offene Türen eingerannt. Die nötigen technischen Einrichtungen mit drei Repeatern (Verstärkern) sollten dazu geschaffen werden. Für rund 8000 Euro, wie Bäderbetriebsleiter Tobias Degout in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erläuterte.

Doch es sollte anders kommen. In der Debatte des CDU-Antrags verwies SPD-Stadtrat Karl Müller auf das Mobilfunkversorgungskonzept der Stadt, das eine Strahlenminimierung für die Bürger zum Inhalt hat. Er forderte, zunächst einen Gutachter zu befragen.

Das Mobilfunkversorgungskonzept beschäftige sich mit Mobilfunksendern, nicht mit WLAN, entgegnete OB Julian Osswald. Es mache deshalb keinen Sinn, einen Gutachter zu beauftragen. Die Stadt sei der Meinung, man brauche ein WLAN im Freibad, um für Jugendliche möglichst attraktiv zu sein. Stadtrat Eberhard Haug (SPD) gab zu bedenken, dass Besucher des Freibads sich vielleicht auch von der täglichen Strahlenbelastung erholen wollen. Stefan Langrehr (CDU) meinte dagegen, dass es in jedem Hotel oder "sonst wo" heute WLAN gebe. Die ganze Menschheit müsste schon erkrankt sein, wenn das so gefährlich wäre. Bei der Abstimmung gab es dann mit zwölf zu elf Stimmen bei drei Enthaltungen eine knappe Mehrheit gegen das Freibad-WLAN.

Ob es im Panorama-Bad in Zukunft wieder eine Projektion von Bildern an die Wände der Grotten im Erlebnisbereich gibt, soll zunächst im Ausschuss für Verwaltung, Tourismus und Soziales behandelt werden. Der Bäderbetrieb will sich über neue technische Möglichkeiten informieren und ein Angebot einholen. Die CDU hatte beantragt, die Präsentationstechnik möglichst wieder zu ertüchtigen.