Freudenstadt

Gute Aussichten für die Zukunft

von Schwarzwälder Bote

Der neue Campus Schwarzwald in Freudenstadt stehe als Standort für Bildung und Forschung auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, das sagte Andreas Jung, der Vorsitzende der CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg im Deutschen Bundestag.

Freudenstadt. Der Parlamentarier mit Wahlkreis Konstanz überzeugte sich gemeinsam mit dem Wahlkreisabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel vom Fortschritt der Bauarbeiten im ehemaligen EnBW-Gebäude und ließ sich von der Konzeption unterrichten, heißt es in einer Pressemitteilung des Politikers.

Das Projekt soll schon im Sommer bezugsfertig sein. Die Frage, die sich für die Zukunft des ländlichen Raumes stelle, sei nämlich, so Jung, "wie wir den gesellschaftlichen Ausgleich zum Ballungsraum schaffen", damit die ländlich geprägten Regionen nicht abgehängt werden.

Zugriff auf Forschungs-5G-Netz

Das Zentrum für Digitalisierung, Führung und Nachhaltigkeit sei ein "Projekt mit Ausstrahlungskraft weit über die Region hinaus", das Unterstützung verdiene, sagte Jung. "Der Campus hat echte Zukunftschancen", urteilte auch der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, der das unternehmerische Engagement zur Finanzierung der Bildungseinrichtung hervorhob.

Beim Rundgang mit Geschäftsführer Stefan Bogenrieder und Rudolf Müller, dem Leiter des Amts für Stadtentwicklung, wurden die beiden Abgeordneten auch seitens des Investors Kreissparkasse Freudenstadt von Vorstandsmitglied Bernd Philippsen und Abteilungsdirektor Hansjörg Hermann begleitet.

Durch den Anschluss an "BelWü", dem Netz der wissenschaftlichen Einrichtungen in Baden-Württemberg, haben Dozenten, Studenten und Forscher sogar die Möglichkeit, auf eine Zehn-Gigabit-Datenverbindung, sowie ein Forschungs-5G-Netz zuzugreifen.

Schon zum Wintersemester sollen die ersten jungen Leute ihr Studium in Freudenstadt aufnehmen. Gleich nebenan entstehen 45 Wohnheimplätze.

Die Studenten des Campus Schwarzwald hätten später gute Ausgangschancen für ihren Einstieg ins Berufsleben, sagte Fuchtel. Was ihn besonders überzeuge, sei der Mix aus universitärer und unternehmensnaher Forschung, der auch Ausgründungen und Start-ups einschließe. Im Mittelpunkt der Forschungen stünden so spannende Themen wie die Auswirkungen des Internets der Dinge oder digitaler Zwillinge auf die Industrie.

"Bei der Liste der beteiligten Firmen habe ich keinen Zweifel am Erfolg. Wer sich über Jahrzehnte auf dem Weltmarkt behaupten kann, schafft auch dieses Glanzstück für unsere Heimatregion", sagte Fuchtel.